Dienstag, 28. Februar 2017

Das Vertreiben der Wintergeister

Normalerweise läuft der Halloween-SWAP im Naehkromantenforum auch zu Halloween. Aus irgendeinem Grund lief es im Oktober 2016 aber nicht und so entschlossen sich ein paar kleine Wichtel, Halloween in den Januar zu verlegn und die Wintergeister damit zu vertreiben.
Da mein Paket gestern ausgepackt wurde, kann ich meine Ergebnisse nun auch mal zeigen.
Ich muss zugeben, es fiel mir unglaublich schwer, in halooweenige Gefilde abzutauchen und ich finde mein Paket absolut nicht "spooky". Aber trotzdem hat sich Aleatha über meine Werkeleien gefreut.
Sie liebt Oktopoden. Und ich mag Tentakel auch, habe das aber noch nie in mein Wohlfühlräumchen einbauen können. Also hab ich die Chance genutzt und mich mit Tentakeln ausgelebt. Und außerdem waren ihre Wünsche ganz wunderbar benannt, daher gab es eine "Monsteraugenkette" und einen "Schal mit Ohren".
Dazu kamen noch eine Flederkaninchenmaus und ein Muff.
Ursprünglichwar das Kuscheltier gar nicht geplant. Es sollten eigentlich Hausschuhe werden. Allerdings sind die nach dem Dritten Versuch im Müll gellandet. Dann wollte ich eigentlich Mug Rugs machen, aber vorher entstand dieses schräge Vieh aus Kunstfell und sagte mir eindringlich, es wolle mit dem Paket reisen, ganz egal, wie sehr ich es auch mit Liebe überschütten könnte.
Die Kette ist aus Fimo gemacht, das Auge im Inneren mit Nagellack und Lidschatten. Man kann übrigens Nagellack und Lidschatten im Ofen backen, wie ich festgestellt habe. 
Schal und Muff sind aus Molton und Fleece, die kleine Fledermaus aus Kunstfell und - äh - silbernem Zeugs.
Trotz aller Widrigkeiten wie Arbeit, grippalem Infekt und Urlaub hat mir das Wichteln wieder einmal viel Spaß gemacht.
Der Schlüsselanhänger leuchtet im Dunkeln und war usprünglich als Tasche auf dem Schal geplant. Dämlich, wie ich mich nun mal anstellen kann, hab ich die Taschen direkt falsch aufgenäht, nicht genug Leuchtgarn gehabt und sie hinterher einfach umfunktioniert.

Ich selbst bin auch nicht leer ausgegangen und mehr als begeistert. Ich hab 4 Fledermäuse zum Aufhängen bekommen, ein Paar Ohrringe, einen 3D-Frankenstein im Bilderrahmen und eine Keksform in form "meiner" Katze. Das ist so saucool. Fledermäuse und Bild hängen auch schon, die Ohrringe trage ich auch, nur zum Kekse backen werd ich heut nicht mehr kommen.
Fade, daff keine Fokolade dabei war *mampf* If hab keine gefehen :-D

Dienstag, 17. Januar 2017

Endgegner Handtasche

Wie immer fängt das Jahr bei mir sehr langsam mit sehr wenig Genähtem an. Das ist hauptsächlich meiner Arbeit und dem daraus resultierenden Mangel an Kraft und Motivation geschuldet. Ich bin ja froh, wenn ich mich zu überhaupt etwas aufraffen kann. Erfahrungsgemäß sollte es ab Mitte/Ende Februar wieder bergauf gehen.
Aber wenigstens eine Kleinigkeit liegt hier schon ein paar Tage herum und wartet auf Dokumentation. Zu meinen erklärten Feinden im Bereich des Nähens gehören neben Stehkrägen auch Handtaschen. Keine Einzige hat jemals mehr als zwei Wochen überlebt, wenn sie denn überhaupt erschaffen wurde. Oft erstickten alle Pläne schon im Keim und scheiterten an Erwartung und fehlendem Können.
Fakt ist aber, dass ich nicht wollte, dass Thorsten schon wieder auf dem WGT alle 30 Minuten meine Handtasche sortieren muss, damit sie überhaupt zu geht. Und da eben diese mittlerweile ihr Leben ausgehaucht hat und alle anderen nicht groß genug oder zu nervig waren, musste eine neue her.
Nach stundenlanger Schnittmustersuche im Netz stand fest. Es gibt keins. Also zumindest nicht das, das ich mir in den Kopf gesetzt hatte. Und ein anderes kommt natürlich nicht in Frage.
Nach einigem Kopfzerbrechen hatte ich dann vier selbst gezeichnete Schnittteile vor mir liegen und hab sie zweifelnd auf Moosgummi übertragen.
Ursprünglich wollte ich Steifleinen als Grundlage verwenden, aber meine Ungeduld wollte nicht auf die Post aus England warten. Zudem hatte ich noch den letzten Taschenversuch deutlich vor Augen, der am Beziehen des Steifleinens scheiterte.
Tatsächlich hat das Beziehen, zusammennähen etc recht gut funktioniert. Die Innentasche (natürlich gefüttert und mit Reißverschluss verschließbar - wer will es denn schon einfach, wenn er es nicht kann) habe ich allerdings hauptsächlich mit der Hand eingenäht. Überhaupt war es eine ganze Menge Handnähen, denn die Borte (aus Satinband selbstgeflochten) hätte unter der Nähmaschine sehr verloren.
Nunja, lange Rede, kurzer Sinn, die Tasche ist fertig und hält hoffentlich. Also wenigstens ein WGT und einen Winterball lang.

Freitag, 23. Dezember 2016

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit

Im grünen Forum war wieder einmal Wichteln angesagt.
Ich hatte zwar meine drei Wünsche eingetragen, war mir aber nicht sicher, ob ich überhaupt Zeit zum Wichteln finden würde.
Unglücklicherweise sagten mir dann auch überhaupt keine Wünsche zu, zu nichts kam eine Idee, bis...ja bis... ich dann doch noch zu einem relativ späten Zeitpunkt fündig wurde. Ein Rock sollte es werden. Ein Gruftirock. Na da steht doch mein Name drauf. Ich wollte einen Fishtail machen. Ich liebe Fishtails. Also habe ich Stoff bestellt und musste eine Woche warten, bis er ankam. 
Und dann war er einfach nicht dehnbar genug. Nur noch zwei Wochen Zeit, an einer Idee festgebissen und dann sowas. Ich hätt mir selbst in den Allerwertesten beißen könnnen. Wunsch reserviert, ist reserviert, kneifen gilt nicht.
Wenigstens hatte ich dann doch noch eine Idee und habe schlichtweg einen Vokuhilatellerrock genäht und mit Fledermäusen bestickt. War jetzt nicht das, was es werden sollte, aber ich mochte ihn trotzdem sehr gern.
Zum Glück für uns beide wollte knaxgurke nichts zu essen als Goodie. Also habe ich kurzerhand noch einen Anhänger gezaubert, der seinen Weg ins Paket fand.
Und die Sachen gefallen ihr, ich bin so erleichtert. Denn man ist ja von der zweiten Idee nie so überzeugt, wie von der Ersten.

Tatsächlich bin ich selbst auch nicht leer ausgegangen. Einer meiner Wünsche war ein Nadelkissen. Und dieser Wunsch wurde von der lieben aprilnärrin sogar doppelt erfüllt. Ich bin total begeistert von den beiden Kissen. Die Fledermaus passt perfekt um mein Handgelenk und ist nach der ersten Nadel auch direkt "VooDoo" getauft worden :)
Vielen, lieben Dank an dieser Stelle noch mal. Ich bin überglücklich mit den Kissen.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Stays in Rokoko

Und wenn wir schon im Rokoko sind, bleiben wir auch direkt mal im Rokoko. (okay, okay, ist vermutlich nicht Rokoko, aber es passte so schön)
Ich hatte schon eine ganze Weile vor, mir eine neue Schnürbrust für Obendrüber zu nähen. Diverse Umstände haben aber nie dazu geführt bis jetzt.
Ursprünglich sollte sie opulent und verziert wie die alte (sie möge ihren Frieden im Mülleimer finden) sein. Stickereien, Spitze, Steinchen und was weiß ich noch. Aber der Stoff brüllte mir förmlich entgegen, dass er doch bitte sehr für sich allein stehen können. 
Gesagt getan: das einzige, was mir an Zierrat erlaubt wurde, waren die Kappen für die Bänder. Und zugegebenermaßen halten sie nicht sehr gut, ich muss sie noch festkleben.
Der Schnitt ist von Nehelenia Patterns nach Diderot und zufriedenstellend wie immer.
Natürlich darf man sich das Schrägband an den Zaddeln niemals genau ansehen, denn das ist wirklich katastrophal, aber die Motivation fürs besser nähen ist einfach nicht gegeben. Und die Dinger haben den Stahl dann ja schon drin, da ist das Hantieren umso umständlicher.
Ich habe wie bei meiner alten auch, auf die Spiralschnürung verzichtet. Beim allein anziehen komme ich mit der "modernen" victorianischen Kreuzschnürung einfach besser zurecht.
Denn eine Schnürbrust, die ich nicht anziehen kann, bringt dann ja auch nichts.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Front Zone Gown a la Nachtkatze

Schon lange bin ich um die Zone Front herum geschlichen, was mir aber nie wirklich sicher, wie der Schnitt denn nun genau in der Art funktionieren soll, damit esdas Stück ist, das mir gefällt.
Aber nach ein bisschen Rat suchen im KG Forum und erneut viele, viele Bilder anstarren, hab ich es nun doch einmal gewagt.
Das Kleid ist tatsächlich in 3 Tagen fertig gewesen (zusammen gerechnet, ich stecke ja derzeit wieder bis über beide Ohren in Paketen und Arbeit) und ich habe eine ganze Menge unhistorisch gemacht.
Als erstes habe ich die Jupe nicht mit Bändern zum Befestigen genäht, sondern tatsächlich mt Gummiband. Die anderen rutschen bei mir immer ganz fürchterlich herunter, die hier sitzt perfekt, wo sie soll. Funktion vor Historie diesmal. Zudem ist der Rock tatsächlich eine Mogelpackung geworden. Ich hatte nicht mehr genug von dem wundervollen Satin (nachkaufen ging nicht, da er in dem grandiosen Paket der lieben Annelie von Übel war), also musste für die Rückseite der letzte Rest vom Vorhang meiner Umkleidekabine aus dem Rabenschwarz herhalten. Die Saumweite habe ich diesmal auf gute 4 Meter gebracht. Es fällt besser, als wenn ich bei den 3 von sonst geblieben wäre.
Der Oberstoff war ein Traum von Stoff-handel.de (natürlich gibts ihn nicht mehr) und ging bis auf den letzten cm drauf.
Unter anderem war das dem cartridge Pleating zu verdanken, dass ich zum ersten Mal versucht habe. Und ich glaube, das ist die Antwort auf viele vergangene Fragen. Es bedeutet eine Menge Handnähen, aber - oh my goth - dieses Volumen, diese Falten, dieser Fall. Der Überrock hat also demnach jetzt 6 Meter Saumweite auf 60 cm zusammengerüscht.
Die Ärmelvolants sind aus einer Spitze, die ich auf dem Stoffmarkt gefunden habe, aber von der ich mir nur 1m leisten konnte/wollte. Leider ist 1m einfach zu wenig für meine Projekte, da kam mir die Bogenkante gerade recht.
Bei der Front habe mich gegen Knöpfe und für Haken und Ösenbvand entschieden. Mir gefiel die Vorstellung nicht, den Satin senkrecht mit Knöpfen zu unterbrechen (japp, muss noch gebügelt werden), daher kam nur auf den oberstoff ein silberner Knopf, den ich ohnehin als Einzelstück herumfliegen hatte.
Das Kleid ist sauschwer und völlig unhistorisch, aber ich mag es so gern und freu mich sehr aufs erste Mal ausführen. Fehlt nur noch die Gelegenheit.

Donnerstag, 24. November 2016

Man redet nicht über Unterwäsche

Tu ich auch nicht, denn es geht eher um Zwischenwäsche.
Halloween ist noch fast ein Jahr hin und eigentlich hätte ich ganz andere Dinge zu nähen, aber man kann ja schon mal nebenher anfangen.
Und ich werds sicher auch schon vorher brauchen können.
Das eben angesprochene Kleid braucht mehr Unterbau als ich bisher so hatte. So entstand als erstes ein Unterrock für Schleppenröcke. Bisher hab ich mir mit mittelmäßigem Schleppenschutz beholfen, aber so das wahre war es nicht.
Schnittmuster ist der TV 208, genäht aus allem, was mein Restefundus und sonstige Kisten hergaben. Für die Basis habe ich hauptsächlich sehr schwer Stoffe genommen, die zwar toll, aber leider nicht mehr genug für ein Kleid waren.
Die Rüschen sind aus allem, was meine reste so hergaben. Der rest toile de jolie, Gabardine, Baumwolle, Ditte etc. Innen habe ich Bänder an der Schleppe befestigt, so dass man sie etwas mehr nach hinten ziehen kann und der Rock nicht zu sehr zur Seite aufklafft.
Geschlossen wird das gute Stück mit einem reißverschluss.

Und weil der Rock so unglaublich schwer ist, sackte mir mein Hummer zu sehr ein, also kam noch eine Stabilitätshilfe dazu. Ich wollte schon immer ein Pokissen nähen, hätte mir aber das Erstellen eines Schnittmusters viel schwieriger vorgestellt. Aber so schwer war ein Halbmond dann doch nicht zu zeichnen. Weil es ja doch nur untendrunter getragen wird, habe ich einfach - mal wieder - einen Rest Gabardine verwendet, den ich noch von Max´ Uniformjacke übrig hatte und hab es auch nicht gewedet, sondern einfach von außen zugeoverlockt.
Allerdings gefiel mir die Naht so dann doch nicht sehr gut, weshalb ich sie mit dem rest einer Rüsche bedeckt habe. (Ja, ich hebe auch alle Rüschenreste auf. Wer weiß, wofür man sie mal brauchen kann).

Dienstag, 22. November 2016

Wunderweicher Wunschtausch

Was lange währt, wird auch gut. 
Auf dem WGT beschlossen die liebe Simone und ich einen Tausch. Ein großer Herzenswunsch meinerseits war ein ganz bestimmtes Lacetuch. Da ich ja absolut nicht stricken kann und ehrlich gesagt aufgrund meiner eigentlichen Abneigung gegen Wolle auch keine Notwendigkeit sehe, es zu lernen, hatte ich es bereits mal bei jemandem bestellt, der Wolle verkaufte und auch Strickarbeiten anbot.
Das Ergebnis war - gelinde gesagt - eine Katastrophe und mein Tuch rückte in weite Ferne. Aber die liebe Simone erklärte sich im Tausch gegen Schmuck bereit, mir eines zu stricken.
Und es ist so, so, so so wunderschön geworden. Aus wunderbar weichem Garn, das überhaupt gar nicht kratzt. Und sie hat ganz viele Perlen eingewebt, die mein Herz direkt höher schlagen lassen. 
Und es kam noch ein kleines Extra mitgereist, mit dem ich gar nicht gerechnet hab. Ein hübscher Kragen aus demselben Garn wie das Tuch. So weich und so hübsch.
Ich hätte nie gedacht, dass mir Wollteiel doch einmal so gut gefallen. Vielen, lieben Dank, ich bin wirklich völlig hin und weg.

Da kommt mir mein kleines Paket fast undankbar vor. Wahrscheinlich fänd ich ohnehin nur ein diamantenbesetztes Diadem angemessen. Aber das ist es nun doch nicht geworden. Ich hab einige Dinge nicht neu erfunden, aber nach eigenem Wissen umgesetzt und nach meinem Geschmack geformt.
Als erstes entstand ein Perlencollier mit Sarg. Leider ist peinlicherweise bereits eine der Ketten gerissen und ich muss es noch reparieren. Soviel zu "reißfestem" Faden.
Bald darauf folgten ein Medaillon mit blau/grün/schwarzem Stein und zwei Paar Ohrringe. Ein paar sind ein wenig abgewandelte Lilien, das andere sind zwei assymetrische Teilchen. Der Mond hat es mir aber derzeit auch einfach angetan.
Und ich weiß, ich habe versprochen, erst mal keine Hood mehr, aber nunja, war ein Versprecher, ekein Versprechen, wie es scheint. Aus mit Pailetten besetzter Spitze entstanden Hood und passender Kragen. Ein wenig Opulenz musste in das Paket, sonst wäre es ja nicht von mir gewesen.
Und wo wir gerade bei Opulenz sind. Ein Spitzencollier darf niemals fehlen, wenn der Schmuckschrank vollständig werden soll. Auf Basis einer Ausschnittspitze ist mit Perlen, Blumen und Steinen dann ein Collier entstanden, mit dem ich doch recht zufrieden war. Der Stein ist, wie bei Hood und Kragen mit dem Glitzer und dem Nagellack gefärbt.
So völlig anders als das, was ich sonst so biher gewerkelt habe, ist das Armband mit der Spinne. Armband trifft es auch nicht ganz, eigentlich ist es eher ein Slave. Die Spinne passt bei mir genau auf den Handrücken, leider weiß ich nicht ganz, ob das bei Simones zierlichen Händen auch funktioniert, aber ich hoffe das Beste. 
Das letzte ist ein Set aus blutroten Perlen.
Ich wollte das gerne schon immer mal machen, trage aber leider selbst kein rot. Ich liebe diesen Touch von "aufgeschnittener Kehle", die man im ersten Moment haben könnte. Aslo mir ging das jedenfalls so, wenn man die Kette von weitem sieht.
Nicht auf den Fotos ist ein kleines Experiment. Ein Ohrring mit zwei Steckern, der mit Ketten verbunden ist. Ließ sich einfach miserabel fotografieren.