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Dienstag, 24. Juli 2018

Alltagshut tut gut

Wir bleiben bei Kopfbedeckungen. Keine Ahnung, was los ist. Aber das ändert sich sicher auch wieder.
Derzeit warte ich auf Antwort, auf Stoff, danach vermutlich wieder auf Stoff und ab morgen komm ich eh vorerst zu nichts mehr.
Daher gibt es heute einen kleinen Alibipost.
Vor zwei Wochen habe ich beschlossen, dass ich einen Alltagshut brauche, denn mein Titanichut und mein Dreispitz sind jetzt nicht unbedingt das, was ich für praktisch an einem bad hair day halte. Eigentlich wollte ich einen kaufen, das Problem ist aber: Ich Hasse Schlapphüte. Und ich liebe breite Krempen.
Alles Kaufbare schlappt um den Kopf herum und dann auch noch mit mickriger Krempe bei maximal 8 cm.
Also schon wieder selbst machen. Und verzweifelt versuchen, dem Kopfputz kein KlimBim zu verpassen.
Steifleinen, irgendein Coupon vom Stoffmarkt, Batist und Hutdraht. Und das Schnittmuster von Lynn McMasters. Nach ein paar kurzweiligen Stunden war ich dann auch fertig. Vermutlich liegt das daran, dass keine Deko drauf musste. 
Wer Interesse hat, im Nähkromantenforum habe ich ein kleines WIP dazu gemacht.
Letzten Samstag hab ich auch schon eine Gelegenheit zum Tragen gehabt. Ich gehe nie wieder ohne Hut. Fantastisch. Da kommen meine Roben gar nicht gegen an. Wann haben die Leute verlernt, dass Hut was Tolles ist?
Ich mag ihn jedenfalls richtig gern. Auch ohne Deko.
 

Donnerstag, 21. Juni 2018

Ich und übertriebene Deko? - Niemals!

Kurz vor dem WGT postete die zauberhafte Minu eine Kopfbedeckung, die ich wirklich schön fand, aber für mich persönlich so nichts war. Bis - ja bis sie mir mit dem Kopfputz über den Weg lief.
Oh mein Goth, ist dieses Ding schön. So großartig gemacht , so bezaubernd dekoriert und diese Form. Verdammt. Ich muss es haben.
So ähnlich läuft das ja immer bei mir ab. 
Und Minu war tatsächlich so lieb und gab mir Erlaubnis und ihr Schnittmuster. Also Fotos davon. Auf Basis meines Kokoshniks konnte ich damit auch arbeiten. Aber wie auch bei ihr war die Basisarbeit natürlich unglaubliche Bastelei, bis alles halbwegs aufeinanderpasste. gerade die seitlichen Teile waren eine echte Herausforderung. Dafür ist das ganze Ding viel stabiler, weil sie mehr Teile nutzt und ihr Wissen über mittelalterliche Kopfbedeckungen natürlich viel größer ist als das meine.
Als ich die Grundform dann hatte begann das große Dekorieren. Nicht kleckern, klotzen war das Motto. Steine, Pailletten, Perlen, Spitze, Herz, was willst du mehr? 3D Applikationen versteht sich. Und Blümchen. Und Glitzerborte. Und einen Schleier. 
Das ist tatsächlich alles auf dem Ding drauf. Und ich liebe es. Nach dem Annähen der Seitenteile biegt sich leider die mittlere Spitze nicht mehr so schön, dass sie sich an die Stirn anpasst. An dem Problem sitze ich nach wie vor, aber sollte ich es nicht lösen können, ist die Haube trotzdem tragbar. Sieht dann aber eher nach Hut als nach Haube aus. Vielleicht muss ich auch einfach noch die richtige Frisur finden.

Montag, 28. Mai 2018

Kopfschmutz mit Heißorgeklebie

An Christi Himmelfahrt vor dem WGT durfte ich in meinen bescheidenen Hallen zwei ganz bezaubernde Damen willkommen heißen zur jährlichen (so hoffe ich jedenfalls) Kopfputzbastelei. Welch herrliche Erfahrung, wenn in neun Stunden neben Holundersekt, Pizza und Katzenschmusen so zauberhafte Kunst entsteht.
weil sowohl Lady von Uebel (und zwar die Echte) als auch die Mottenprinzessin schon wussten, was sie machen wollten, war ich eine kleine Weile arbeitslos, aber schließlich gefiel mir die Vorstellung eines neuen Minidreispitzes.
Und da mein letzter bereits Jahre her ist, durfte ich natürlich von Grund auf anfangen. Also beim Schnittmuster. 
Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Krempe, aber genug Zeug obendrauf löst das Problem wenigstens so halb.
Die letzten Reste vom Lieblingsstoff reichten gerade so, Steifleinen hatte ich noch genug. Spitze rundum, Perlenborte und Plisseeborte oben um den...wie heißt das Ding nochmal , das aufrecht steht? ich kann mir immer nur Krempe merken.  
Und dann das Lieblingsgerät eines jeden Kopfschmutzbauers angeworfen und den Heißkleber großzügig unter dem ganzen KlimBim verteilen.
Einfach toll, wenn drei Bastelmaterialhaufen aufeinander treffen. Blöd, wenn keiner von uns mehr Federn hat.
Aber mir fehlten die Federn irgendwie, also hab ich noch Welche bestellt. Dummerweise kamen die natürlich erst Donnerstagnachmittag. Federn da, Nachtkatze schon in Leipzig. Ungünstige Konstellation, aber der Hut ließ sich den Samstag auch so sehr gut tragen.
Befestigt wird er mit einem Kamm. Ohne mindestens 5 Kilogramm Haarteile auf dem Kopf wirkt er nicht, aber mit war das Ergebnis äußerst zufriedenstellend.

Nun aber ist er komplett und hat auch den Restschwanz vom Strauß zwischen den funkelnden Blättern. Leider habe ich bisher kein einziges Foto vom WGT Samstag finden können, daher gibt es nur Fotos auf dem Styroporschädel.

Samstag, 13. Mai 2017

Halloween Headdress

Ich arbeite derzeit am Kleid für den Ball an Halloween. Ich weiß, das ist noch lang hin, aber lieber so als auf den letzten Drücker.
Wen der Entsehungsprozess interessiert kann im Kostümgeschichten Forum oder bei den Naehkromanten nachlesen. Mehr zu lesen gibt es allerdings bei KG. Mehr Resonanz, mehr zu lesen, ganz klar :)
Der Kopfputz entstand so nebenher. Das lag daran, dass ich mich bei Recherche- und Inspirationssuche natürlich mal wieder Hals über Kopf verliebt habe.
Und natürlich ist es nicht wie das Original geworden, aber ich ertrage das mit stoischer Zufriedenheit.
Die Basis ist Glitzermoosgummi. Das hatte ich noch von meinen Hörnern übrig und es war von der Dicke und Stabilität her das Einzige im nachtkatzschen Haushalt, das ich griffbereit hatte. Denn logischerweise musste ich sofort anfangen.
Nachdem ich die Form erst auf Papier entworfen und dann in Moosgummi ausgeschnitten hatte, kamen die Verzierungen dran. Perlenborte für die Stirn, 450 Perlen für Ketten und Zier und ein uraltes Collier, das sein Dasein vergessen in einer Kiste fristete.
Leider waren die 450 Perlen viel zu knapp geschätzt, daher mussten die Lücken noch mit silbernen Strasssteinen aufgefüllt werden. Übrigens mit Moosgummiklebstoff angebracht, das hält bisher bombenfest. Beim Weiterwerkeln ist mir kein einziger Stein flöten gegangen. So etwas ist mir noch nie passiert.
Zum besseren Stand habe ich hinten noch Reste eines Duttkissens angenäht, damit die "Krone" nicht ständig umklappt.
Im ersten Versuch habe ich das ganze Ding an einen Haarreif genäht, aber das Ergebnis war ein mehr als gruseliger Sitz. Daher wird es jetzt mit einem Kamm und zwei Klammern im Haar befestigt. Das erste Probefrisieren war äußerst zufriedenstellend.

Sonntag, 12. März 2017

Alte Liebe rostet nicht

In diesem Fall scheint das meine Kindheitsliebe zu Indianern zu sein. (was hab ich den Mann mit den langen schwarzen Haaren angeschmachtet :-D )
Doch bevor ich abschweife, kommen wir lieber zum Wesentlichen. Da ich Unglücksrabe meinen liebsten Kopfputz verloren habe, musste Ersatz heran. Frau kann schließlich unmöglich unbehütet gehen.
Wie immer kam nicht in Frage, das alte Teil eins zu eins zu ersetzen. Das ist langweilig, unkreativ und wird ja doch nicht, wie man möchte.
In guter Tradition wollte natürlich Nichts so wie ich. Ich bekam keinen guten, breiten, Haarreif als Basis, die Blumen, die ich geholt hatte, waren tatsächlich billig (Überraschung, gnah), und die Kette, die ich als Zier nutzen wollte, stellte sich als völlig ungeeignet heraus.
Aber man kann aus Allem das Beste heraus holen. An den Haarreif kamen zwei Moosgummistückchen, auf die ich als Erstes die Rosen genäht habe, darunter die Perlenketten. Zum Glück hatte ich von meinem Dreispitz, den ich vor 3 Jahren gemacht habe, noch Einiges an Federn im Vorrat. Die wollten allerdings nicht so halten, wie ich es ihnen vorgeschlagen hatte. Aber Heißkleber ist ja äußerst überzeugend. Das Ergebnis war....nackt und billig. 
Die Rosen bekamen also einen Anstrich mit Sprühlack und siehe da, in ihnen steckten doch ein paar schöne Blumen. Verziert wurden sie dann noch mit ein paar schwarzen Tropfen, die ich seit gut 9 Jahren hier herum liegen hatte. Ursprünglich sollten sie mal an ein Korsett - lang, lang ists her.
Silberketten und eine Kette für die Stirn rundeten das Ganze dann ab und schon bin ich zufrieden.
Inspiration für das Stück war eindeutig die bezaubernde Mottenprinzessin, wie ich am Ende feststellen musste. Ich glaube, uns beiden kann durchaus Schlimmeres passieren.

Dienstag, 22. November 2016

Wunderweicher Wunschtausch

Was lange währt, wird auch gut. 
Auf dem WGT beschlossen die liebe Simone und ich einen Tausch. Ein großer Herzenswunsch meinerseits war ein ganz bestimmtes Lacetuch. Da ich ja absolut nicht stricken kann und ehrlich gesagt aufgrund meiner eigentlichen Abneigung gegen Wolle auch keine Notwendigkeit sehe, es zu lernen, hatte ich es bereits mal bei jemandem bestellt, der Wolle verkaufte und auch Strickarbeiten anbot.
Das Ergebnis war - gelinde gesagt - eine Katastrophe und mein Tuch rückte in weite Ferne. Aber die liebe Simone erklärte sich im Tausch gegen Schmuck bereit, mir eines zu stricken.
Und es ist so, so, so so wunderschön geworden. Aus wunderbar weichem Garn, das überhaupt gar nicht kratzt. Und sie hat ganz viele Perlen eingewebt, die mein Herz direkt höher schlagen lassen. 
Und es kam noch ein kleines Extra mitgereist, mit dem ich gar nicht gerechnet hab. Ein hübscher Kragen aus demselben Garn wie das Tuch. So weich und so hübsch.
Ich hätte nie gedacht, dass mir Wollteiel doch einmal so gut gefallen. Vielen, lieben Dank, ich bin wirklich völlig hin und weg.

Da kommt mir mein kleines Paket fast undankbar vor. Wahrscheinlich fänd ich ohnehin nur ein diamantenbesetztes Diadem angemessen. Aber das ist es nun doch nicht geworden. Ich hab einige Dinge nicht neu erfunden, aber nach eigenem Wissen umgesetzt und nach meinem Geschmack geformt.
Als erstes entstand ein Perlencollier mit Sarg. Leider ist peinlicherweise bereits eine der Ketten gerissen und ich muss es noch reparieren. Soviel zu "reißfestem" Faden.
Bald darauf folgten ein Medaillon mit blau/grün/schwarzem Stein und zwei Paar Ohrringe. Ein paar sind ein wenig abgewandelte Lilien, das andere sind zwei assymetrische Teilchen. Der Mond hat es mir aber derzeit auch einfach angetan.
Und ich weiß, ich habe versprochen, erst mal keine Hood mehr, aber nunja, war ein Versprecher, ekein Versprechen, wie es scheint. Aus mit Pailetten besetzter Spitze entstanden Hood und passender Kragen. Ein wenig Opulenz musste in das Paket, sonst wäre es ja nicht von mir gewesen.
Und wo wir gerade bei Opulenz sind. Ein Spitzencollier darf niemals fehlen, wenn der Schmuckschrank vollständig werden soll. Auf Basis einer Ausschnittspitze ist mit Perlen, Blumen und Steinen dann ein Collier entstanden, mit dem ich doch recht zufrieden war. Der Stein ist, wie bei Hood und Kragen mit dem Glitzer und dem Nagellack gefärbt.
So völlig anders als das, was ich sonst so biher gewerkelt habe, ist das Armband mit der Spinne. Armband trifft es auch nicht ganz, eigentlich ist es eher ein Slave. Die Spinne passt bei mir genau auf den Handrücken, leider weiß ich nicht ganz, ob das bei Simones zierlichen Händen auch funktioniert, aber ich hoffe das Beste. 
Das letzte ist ein Set aus blutroten Perlen.
Ich wollte das gerne schon immer mal machen, trage aber leider selbst kein rot. Ich liebe diesen Touch von "aufgeschnittener Kehle", die man im ersten Moment haben könnte. Aslo mir ging das jedenfalls so, wenn man die Kette von weitem sieht.
Nicht auf den Fotos ist ein kleines Experiment. Ein Ohrring mit zwei Steckern, der mit Ketten verbunden ist. Ließ sich einfach miserabel fotografieren.

Dienstag, 13. September 2016

Black Hood, jetzt wirds romantisch

Jaaa, schon wieder eine Haube.
Aber versprochen, es ist vorerst die Letzte. Ursprünglich sollte sie auch gar nicht ihren Weg in den Blog, sondern in ein Paket finden. Aber ich mag sie gern behalten.
Dass ich derzeit nur Kleinkram produziere hat keinen bestimmten Grund. Ich mag einfach nichts machen im Moment. Das angefangene Korsett vom Mai liegt immer noch hier und wartet auf Tunnel, die Tournüre kommt nicht weiter, weil ich michnicht mit der SJanome anlegen mag, wer die besseren Nerven hat und das Paillettenkleid hat mal eben seinen Weg in die Tonne gefunden.
Da blieben irgendwie nur noch die Rohteile der Haube übrig, um wenigstens überhaupt was zu machen.
Basis ist auch hier Steifleinen, wobei ich bei der Nächsten wieder auf Bastelfilz umsteigen werde. Ich hab beim Nähen nicht aufgepasst und die Spitzenapplikatioenen aus Versehen auf die Rückseite getackert. Fällt zum Glück nicht groß auf, aber es ärgert mich doch ein bisschen.
Diesmal gab es zur Spitze noch zwei Rosen und 4 Quasten. Zusätzlich noch ein paar Swarowskis. Hach, dieses Funkeln.
Sie wird wie die anderen beiden hinter dem Kopf gebunden, aber dieser Styroporkopf gibt sich da immer etwas zimperlich.

Freitag, 26. August 2016

Black Hood

Endlich kommt mal wieder ein bisschen Leben in die Bude.
Das liegt nicht unbedingt daran, dass ich gar nichts fabriziere, ich beende derzeit nur irgendwie nichts. Ich habe bestimmt Neun verschiedene Dinge hier liegen, halb genäht, zugeschnitten, angefangen, kurz vor Ende, etc. Aber irgendwas ist dann immer. Meist die Arbeit, manchmal fehlende Motivation oder mangelnde Kreativität.
Und die SWAP-Ergebnisse darf ich ja noch nicht zeigen.
Lange Rede, kurzer Sinn, hier ist einer von zwei geplanten French Hood:
Ein wenig pompöser geraten, als es meine Absicht war und aus irgendeinem Grund verzieht er sich hin und wieder, aber er ist fertig :-D
Basis ist diesmal Steifleinen, Oberstoff eine dünne Baumwolle. Die Erfahrung zeigt, dass mir Moosgummi und Bastelfilz besser gefielen als Grundgerüst. Aber der nächste wird auch noch mal aus Steifleinen. zugeschnitten ists nämlich schon. 
Ich habe diesmal nach einer Pinterestanleitung Drähte mit verarbeitet, um am Rand "stehende" Perlen haben zu können. Viel Zier gibt es dafür allerdings sonst nicht. Eine Perlenborte, eine allseit0s bekannte Applikation und eine Pailletten-Lurexborte. 
Ursprünglich wollte ich mehr Silber einarbeiten, aber irgendwie passte mal wieder nichts so recht ins Bild, so iust es bei den acht kleinen Perlen geblieben.

Sonntag, 8. Mai 2016

Korsett und French Hood

Fertig. Also zumindest das zweite Korsett. Das Dritte werde ich vor dem WGT nicht mehr weitermachen. 
Dafür musste noch eine Spontankopfbedeckung her, weil mir das mit dem Hut und dem Wetter einfach zu unsicher ist. Ich mag mir mein Straußennest nicht verregnen lassen.
Aber erst zum Korsett.
Insgesamt muss ich sagen, dass es eher ein wenig zusammengeflickt aussieht. Das ist erstens der Zeit und fehlender Motivation geschuldet, aber auch der Spitze, die im Gegensatz zu ihrem Preis leider billiger wirkt, als ich dachte. Zum Ausgleich habe ich einfach ein paar Swarowskikristalle aufgeklebt. Dann funkelt wenigstens irgendwas :)
Der Oberstoff ist Satin, der Zwischenstoff wieder der graue Polsterstoff, den ich sowieso verwende.
Vier Lagen, ein bisschen Spiral- und ein bisschen Federstahl und fertig.
Das Schnittmuster ist ein selbstgebastelt. Die Puppe ist ein wenig starr für die gewünschte Form, denn eigentlich hat der Schnitt mehr Sanduhr. Ich werde ja sehen, wie er ist, wenn ich es trage. Vorher muss ich aber warten, dass der Klebstoff der Steine trocknet.

Für den Kopf gab es einen Kokoshnik/French Hood. Da ging es mir wie mit dem Kragen. Ich besaß mal einen Kokoshnik, aber weil ich ihn nie getragen habe, bekam ihn eine bessere Besitzerin.
Diesmal hab ich allerdings die Chance genutzt und aus dem Kokoshnik eine French Hood gewandelt. Wollte ich schon immer mal machen, hab mich aber nie so recht herangewagt.
Die Haube besteht aus dickem Bastelfilz und Satin.
Die Perlen sind alle einzeln angenäht. (Weiß der Teufel, warum mir so was erst 3 Tage vorher einfällt) 
Die komplette Deko wuchs eher Schrittweise und ist nicht ganz so rund, wie ich es mir gewünscht habe. Die Schwierigkeit war auch, dass mir die Borten erst nach den Perlen gefielen...noch mehr Handarbeit.

Donnerstag, 20. August 2015

Modest Millinery

Ich glaube, so schnell hab ich selten etwas hintereinander gepostet.
Vor ein paar Tagen habe ich von der lieben Lorenia von Raschke einen kleinen Hutrohling aus Filz im Forum erstanden. Eigentlich ist es ein 20er Jahre Burlesque Hütchen, aber das ist ja nun gar nicht meine Zeit. Für mein Vorhaben (von dem ich da allerdings noch nichts ahnte, ich war einfach nur zu faul, den nächsten Hut komplett selbst zu machen und ergriff die Gelegenheit beim Schopf) war er allerdings perfekt.
Eine kleine Drehung, die Krempe an beiden Seiten hoch und schon hatte er die Form, die mir vorschwebte. 
Auf den Deckel habe ich noch etwas von dem Seidenjaquard geklebt und die Enden mit einer Rüschenborte bedeckt. Denn mir fehlte bisher einfach eine vernünftige Kopfbedeckung für die Seidennüre. 
Nach einer Menge Herumprobiererei und fünfmaligem Umstecken der Federn, diversen Versuchen, die richtige Zier zu finden war ich irgendwann zufrieden.
Vorne habe ich eine große Taftrose angebracht, die den Stoff der Nüre wieder aufgreift und sie mit Kanzashiblättern geschmückt. An beiden Seiten sind matte Schleifen mit Schmucksteinen (ich hoffe, der Klebstoff hält das Gewicht auch aus) und an der rechten zusätzlich noch einmal Quasten angebracht. Letztere finden sich ja ebenfalls an der Nüre wieder.
Straußenfedern, Hahnenfedern und Coquetips runden das Ganze dann noch ab.
Ursprünglich wollte ich die Federn eher vorne anbringen, was der historischen Form etwas näher gekommen wäre, aber das hätte mir einfach nicht gefallen.
Dafür konnte ich aber dem kleinen Tüllschleier einfach nicht widerstehen, das Gewuschel musste hinten dran.
Befestigen möchte ich ihn gerne mit einer Hutnadel und habe daher nichts anderes angebracht. Sollte sich das beim Probetragen als problematisch erweisen, habe ich ja immer noch die Möglichkeit, Klammern anzubringen.
Und da das Outfit jetzt komplett ist, weiß ich auch schon ganz genau, wo ich es gerne tragen möchte. Jetzt brauche ich nur noch Urlaub und ein Hotel in London :-D
Passend zu dieser Stadt gibt es heute noch ein wenig Musik.

Mittwoch, 1. April 2015

Von Meerjungfrauen und Schmetterlingen


Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, hat sicher schon gemerkt, dass etwas fehlte. Ich habe zwar das Tutorial zum Mühlsteinkragen eingestellt, aber fertige Werke gab es bisher keine.
Das hole ich heute nach. 
Für die schönen Fotos bedanke ich mich ganz herzlich bei Elisabeth Hackmann (wer sie besuchen möchte, schaue hier:www.elfenstaub-gallery.de ) und bei der Auftraggeberin und Model viola odorata (auch hier gibt es eine wundervolle Seite zum Stöbern:www.marion-adam.magix.net )
Das Set besteht aus dem Mühlsteinkragen, Fascinator, Rock, Unterrock und Gebamsel für eben jenen Rock.
Der grüne Stoff ist wundervolle Seide, der schwarze, wenn ich mich recht erinnere Stretch-Popeline. Der Unterrock ist aus Jersey und sage und schreibe 6 Metern Tüll. Es muss ja schließlich ein bisschen fluffen :)
Der Schnitt des Rockes ist selbst (am Modell) erstellt, der untere Teil ist ein Teller. Ursprünglich wollte ich eine Kellerfaltenrüsche anbringen, aber die Seide hat sich als derart fransig entpuppt, dass ich mich doch für einen Beleg entschied. Also wurde "Schrägband" aus Seide geschnitten und unter lautem Fluchen an den Saum getackert. Das mir als Rollsaumfetischist.
Die Schmetterlinge an "Gebamsel" und Fascinator sind nach Origamianleitungen gefaltet und machen sich soweit recht gut, wie ich finde.
Das Tutorial für diese Art Fascinator folgt auf Wunsch bald. (eigentlich wär es schon fertig, wenn ich mich mal für eine fertige Deko entscheiden könnte :-D )

Montag, 1. Dezember 2014

Ein Kopfputz für den Fisch

Meine Liste wird immer länger und meine Motivation immer weniger. Glücklicherweise habe ich bei den "Aufträgen" noch keinen Zeitdruck und/oder Material, so dass ich auch kein schlechtes Gewissen haben muss.
Und da ich mich zu den großen Sachen einfach nicht aufraffen konnte, den Tag aber auch nicht ganz ungenutzt lassen wollte, habe ich den Rest des Pailettenstoffes vernichtet.
Zu der Fischnüre fehlte mir nach wie vor etwas fürs Haar und so ein Fascinator ist ja schnell gemacht.
Also habe ich ohne große Lust und vor allem völlig ohne Plan drauf los gewerkelt und war bis kurz vor Ende auch recht unzufrieden mit dem Ergebnis. Allerdings um die Erkenntnis reicher, dass man Pailettenstoff eben NICHT unter die Overlock legen sollte. Und dass auch der zweite Versuch die Nadel kosten wird, wenn der erste Versuch schon schief ging.
Aber Federn retten einfach alles und in Kombination mit zwei Applikationen und ein paar Strasssteinchen finde ich das Ergebnis durchaus ansehnlich.
Die Tournüre ist ja eher schlicht, da darf der Hut auch etwas ausgefallener sein. Okay, dürfte er auch, wenn die Tournüre überladen wäre *g*
Ich habe Ewigkeiten keinen Fascinator mehr gebastelt und prompt die Basis zu labbrig gemacht. Ärgerlich, aber in diesem Fall nicht wichtig. Beim nächsten wird eben wieder vernünftig mit ordentlich Motivation gewerkelt.

Donnerstag, 18. September 2014

Tricornus

Die Liste hier und die Erwähnung der ganzen Vorhaben scheint meine Motivation zumindest ein bisschen zu steigern.
3 Tage nach dem besagten Post war der Dreispitz bis auf die Federn fertig. Letztere musste ich erst wieder bestellen, weil der letzte Strauß sein Nest auf dem großen Titanic-Hut gebaut hat.
Also konnte ich vorgestern alles, was ich so hatte an die Krempe bappen.
Hahnenschlappen, Straußenfedern, Fasanenfedern und Coquetips fanden ihr Plätzchen. Andere Hahnen- und Pfauenfedern wollten in meinen Augen dann einfach nicht passen. Henrik sagte im Vorbeigehen so etwas wie "Das ist ja schon wieder so ein Angeberhut" naja..wer kann, der kann :-D

Das Grundgerüst besteht aus Hutdraht und Steifleinen, gefüttert mit Fahnentuch. Die Oberstoffe sind ein Taft und ein Paisleyfutterjacquard. Also im Grunde genommen die gleichen Zutaten wie der Titanichut.
Ein µ zu klein, kann ich ihn tragen, muss aber den nächsten Hut ganz sicher größer machen. Aber immerhin mal wieder ein Schnittmuster von mir, das funktioniert hat. Merkwürdigerweise passten Krone und Krempe einzeln auch auf meinen Schädel, nach dem zusammennähen allerdings nicht mehr so gut.

Die Pailettennüre muss nur noch fertig gesteckt werden, dann kann ich sie beenden. Ich habe mich vorerst gegen das Besticken entschieden, das kann ich immer noch nachholen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Demon inside

Die Gala Nocturna rückt näher und mein Kleid ist ja schon seit geraumer Zeit fertig. Die geplanten Hörner allerdings wollte ich gern bei Crimson Darkness bestellen. Die gute Dame schien es aber leider nicht für notwendig zu befinden, mir auf eine meiner Nachrichten zu antworten. Auch, wenn die liebe lene mit ihre Hörner geliehen hätte: Ich wollte aber genau die Hörner von CD mit genau dem Sitz und genau der Form... Narf.... Also hatte ich meine Hörner- und Frisurenpläne schon verabschiedet und verzweifelte an einer passenden Frisur zum Kleid.
Dank eines Links von Carou aus dem grünen Forum zu einem Tutorial auf Deviantart fand ich mich nach kurzem Surfen auf einer Hörneranleitung wieder, der ich nicht widerstehen konnte. Und dann fand ich auch noch heraus, dass es Glitzermoosgummi gibt.
Ja, dieses Gruftinchen vor dem Monitor quietscht jedes Mal bei Glitzer. Aber wem erzähl ich hier was neues? :-D
Naja, die letzten Tage habe ich dann mit Basteln verbracht. Jetzt glitzern neben den Hörnern auch der Tisch, die Matte, der Fußboden, mein T-Shirt und das Badezimmer.
Auf dem Bild sehen die Hörner sehr wuchtig aus, alelrdings ist mein Gesicht etwa doppelt so breit wie das des Styroporkopfes. Da relativiert sich das schnell wieder. Und ich habe zudem Haare...
Die Rose zwischen den Hörnern stammt übrigens aus einem Swap aus dem grünen Forum von Miaka. Sie passt perfekt zu den Hörnchen und zu 90% lass ich es so. Allerdings sind die Rosen auf meinem Kleid anders und das ist so der kleine Moment, der mich noch zweifeln lässt, ob ich nicht anderen ChiChi zwischen die Hörner nehme.

Montag, 22. Juli 2013

Ein großer Hut spricht für sich selbst

 Da ich fröhlich vor mich hin prokrastiniere, gibt es heute zwei nachträgliche Einträge.
Das erste ist ein großer Hut von 2013.
Ich stehe ja unheimlich auf die großen Wagenradhüte, also war klar, irgendwann musste ich einen für mich machen.
Das zugrunde liegende Schnittmuster ist von Lynn McMasters.
Natürlich nicht originalgetreu befolgt, weshalb ich dummerweise die Höhe des Hutes zu niedrig kalkuliert habe und der Hut nicht auf dem Kopf halten wollte. 
Mittlerweile habe ich den Deckel aufgeschnitten, mit Stoff bedeckt, so dass ich ihn tiefer ziehen kann und er mittlerweile auch halten sollte.
Der Hut besteht aus Buckram, Zwischenfutter, Paisleyfutterstoff und Taft. Passend zu seiner Größe habe ich gefühlt einen ganzen Strauß darauf verteilt.
Getragen habe ich ihn bisher leider nur auf einem Picknick in Köln, weil mir das Wetter zum WGT bisher zu unsicher war. Aber 2017 soll er endlich einmal mit nach Leipzig.

Sonntag, 14. Juli 2013

Janome und Kanzashi

Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam, stand ein riesiger Karton auf meinem Schreibtisch. Das Nähmaschinencenter ist ja sowas von schnell. Meine Janome ist endlich daheim angekommen. Natürlich wurde sie gestern noch ausgepackt und ausprobiert. Ein kleines Starterset mit Vliesen und Garnen hatte ich mir direkt noch nach dem Maschinenkauf bestellt. Ich kenne mich ja schließlich *g*
Zum Üben habe ich dann die Farbe genommen, von der ich vermute, dass ich sie nicht sehr häufig brauchen werde. Rosa.
Und ich habe erst einmal nur auf einem Rest Kunstseide geübt, ohne Vlies. Damit ich die Handhabung der Janome erst einmal grundsätzlich begreife. Daher verzieht sich auch der Stoff etwas. Laut Handbuch sollte das mit Vlies dann nicht mehr passieren.
Bisher finde ich mich recht gut zurecht im Menü und in der Bedienung. Zwar habe ich vorerst nur einfarbige Muster versucht, aber mit verschiedenen Farben wird dann nicht extrem anders sein.
Heute heißt es dann die Software kennenlernen. Leider bin ich in PC-Programmfragen keine große Leuchte, aber ich werde das schon irgendwie hinbekommen. Das Handbuch jedenfalls hat mich gestern schon zur Verzweiflung gebracht.
Da heißt es heute nach Tutorials in den Weiten des Webs suchen.

Das Hochzeitskleid ist ja mittlerweile bei der nervösen Braut gelandet, daher hatte ich wieder etwas Luft für mich. Da mir weiterhin die großen Inspirationen fürs WGT fehlen und ich keine große Lust hatte, am Wintermantel weiter zu machen, ging es an eine Kopfbedeckung.
In letzter Zeit lief mir wieder das Wort "Kanzashi" über den Weg (Danke Fräulein Nachtschatten :) ) Ich hab Ewigkeiten schon keine Kanzashi mehr gefaltet. Und gerade die Falls finde ich ja immer so schön. Also Kenntnisse aufgefrischt, Stoffe zusammengesucht und losgelegt.
Ich habe Satin, Taft, Seide und Baumwolle benutzt, um den Kopfschmuck zu allem möglichen tragen zu können. Satin allerdings am meisten. Der ließ sich am besten verarbeiten.
In der Mitte der Blumen habe ich plattgedrückte Perlenkappen mit Rocailles befestigt. So kann ich sowohl Silber- als auch schwarzen Schmuck dazu tragen. 
Ein bisschen ins Grübeln brachte mich die Befestigung, Haarstab und Kamm kamen bei meinen Frisuren einfach nicht in Frage. Also habe ich alles auf Mossgummi geklebt und selbiges dann auf einer Haarspange befestigt. Ich hoffe, es hält.
An das traditionelle Kanzashi habe ich mich wenig gehalten. Die silbernen Glöckchen an den Falls sind mein einziges Zugeständnis *g* Aber ich wollte ja auch nichts Traditionelles...

Donnerstag, 28. März 2013

Hortensientraum

So nach und nach kann ich ein paar Dinge weiter einfügen. Wie schön, dass manchmal Bilder gemacht werden, von Dingen die ich gemacht habe.

Hier ist ein Set von Mühlsteinkragen und Fascinator aus lila-blau changierendem Taft. Genäht nach meiner üblichen Vorgehensweise mit Vlieseline und viel Liebe :)
Die Auslage beträgt gute 12 cm. Der Fascinator ist mit einer Blume, Coquetips und Perlenketten verziert.
Das Model und die Fotografin des Detailbildes ist die liebe viola odorata. Die beiden Shootingbilder hat Mia Dirscherl geschossen. Ich danke sehr dafür, sie hier veröffentlichen zu dürfen.



Montag, 17. Dezember 2012

Kosaken hey....

Ich habe den besten Mann der Welt :) Er hat mir nämlich eine neue Digitalkamera geschenkt, auf dass ich mit der uralten ( 10 Jahre, um genau zu sein) nicht mehr so "herumkrebsen" muss. Das heißt, mit ein wenig Glück gibt es zwar immer noch keine schönen, aber technisch bessere Bilder hier zu sehen.

Dennoch gibt es hier und heute noch Bilder von der alten Kamera. Denn die hatte ich schon gemacht und noch einmal alles aus den Schränken holen, wollte ich nicht. Auf dem letzten Stoffmarkt hatte ich mit lenelein einen wunderschönen petrolfarbenen Stoff gesehen. Nach viel Überlegung wurde er als Futterstoff auserkoren. Für ein Cape. Passendes Kunstfell gab es zum Glück direkt nebenan.

Und heute darf ich stolz mein "Zarenset" präsentieren.
Ein Cape nach Truly Victorian Schnitt aus Kunstseide, mit Molton gefüttert und eben jenem Polypetroltierchen mit Fellborte. (Das Zeug ist übrigens furchtbar fusselig beim Zuschneiden. Echtes Fell kann nicht schlimemr sein) Dazu gab es eine "Kosakenmütze" aus Fell mit Taft gefüttert udn einen wunderbar warmen Muff, ebenfalls aus Taft und Fell.
Probegetragen wurde das ganze über der schwarzen Nüre auf dem Weihnachtsmarkt. Und auf dem zweiten Weihnachtsmarktbesuch zum Lieblingsfishtail auch noch. Ich bin hoch zufrieden. Ganz so warm, wie ich es gerne hätte, ist das Cape trotz Fütterung leider nicht und so lauf ich derzeit mit Schniefnase herum. Aber ich mag es vom Erscheinungsbild her einfach super gern.



Ich habe von der Lisa auch den schnappschuss vom Sonntag bekommen. Hier sieht man zumindest Cape und Mütze ein bisschen in getragener Variante nach Regen und Weihnachtsmarkt. An der Mütze befindet sich noch eine Brosche...man ist ja variabel :)

Der erste Versuch der Mütze ist für meinen Dickschädel etwas zu klein geraten, die werde ich demnächst auf DaWanda einstellen, denke ich. Denn warm hält sie auf alle Fälle. Und wär doch schade, wenn ich sie wegschmeißen müsste...