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Montag, 6. Juni 2016

Immer vorwärts, Schritt um Schritt

Ja, heute gibt es gleich zwei Posts. Aber ich wollte die Schürze nicht so untergehen lassen, denn sie war mir als Einzelstück wichtig genug.
Im Moment muss der geneigte Leser leider etwas auf neue Kleidung warten. Derzeit verbringe ich die meiste Zeit an den Maschinen mit Vorhängen *seufz*, Kissen *narf*, Reparaturen *gnah* und eben Geschenken.
Die Küchenschürze ist ja nun bekannt, das andere Geschenk war für meinen Chef, der in diesem Sommer nach Köln wechseln muss.
Ein Foto habe ich nicht, da ich mich einfach weigere, so etwas in meinen hübschen Blog zu packen.
Es war eine 1.FC Köln Decke. Und ich weiß wieder, warum ich kein Fußball, keine Ziegen und kein Rot mag. Von vier Logos hab ich zwei auf die Rückseite gestickt, eines spiegelverkehrt ohne die Schrift zu bedenken und eines mit Fehler. Zudem wollte die Babylock plötzlich nicht mehr einfädeln, weil sich ein Fussel in den Röhren verhakt hatte.
Meine Nerven lagen derart blank, dass ich froh war, als das Ding (gefüttert mit Volumenvlies) endlich auf dem blöden Gipsbock bei seinem neuen Besitzer war. Mit vier gleichmäßigen und richtig gestickten Logos versteht sich.
Dafür hab ich aber eines der zwei Sofakissen und ein weiteres Sitzkissen für das alte Telefontischchen von Henriks Vater (das immer noch umlackiert werden muss) fotografiert. Sie sind alle Drei aus Molton, der im Rabenschwarz als Vorhänge diente entstanden und bestickt worden. Die Fische sind aus Seidengarn, der Kronleuchter aus eigentlich wie Schneeflocken funkelndem Metallgarn. Allerdings wird der auf dem schwarzen Untergrund leicht grünlich.
Desweiteren bin ich im Nähzimmer soweit durch. Der Telefontisch fehlt wie gesagt noch und meine alte "Spielzeugkiste" ebenso.
Dafür ist der Kleiderschrank endlich hinter Vorhängen verschwunden. Ich liebe den Fake Toile de jouy abgöttisch. Ich würde ja nie ein Kleid aus diesem Stoff tragen, aber so als Vorhang ist er perfekt.
Apropos. Am Fenster sind ebenfalls die Vorhänge angebracht, das Nähmaschinenregal steht und über der Heizung hängt ein neues Bild. Ich hab immer noch so einiges an Platz an den Wänden, aber bisher hab ich noch nicht das Richtige gefunden. Mir ist durchaus bewusst, dass eine Wohnung erst mit der Zeit wächst, aber manchmal hätte ich es schon noch ein bisschen schneller gemütlich.

Sonntag, 3. April 2016

Halbe Ordnung und süße Träume unter dem grauen Himmel

Es muss ja weiter gehen. Und tatsächlich tut es das auch in großen Schritten.
Ich bin noch sehr unschlüssig, was das Dekorieren betrifft und finde einfach keinen Platz für meinen Kalender (der ja nun jedes Jahr auch das Format ändert). Zudem fehlt mir noch ein Regal, in dem ich meine Nähmaschinen unterbringen kann. Keine Ahnung, warum ich der Meinung war, ein einziges würde genügen...schließlich habe ich ja noch den Zuschneidetisch...
 Apropos. Nachdem ich beim Aufbau nicht im Netz nachsehen konnte, habe ich prompt einen der wichtigsten Schritte vergessen. Nunja, nachdem die Rollen in der Mitte abfielen und der Tisch sich doch ziemlich bog, wurden in Windeseile noch Bretter im Baumarkt besorgt und unter dem Tisch zwischen Regalen und Rollen befestigt. Jetzt steht er wie geplant auf 4 Kallax Rollen und vor allem 
stabil.
Meine großen Hüte haben endlich einen Platz und die Lampe *hüstel* hängt auch.
Vor den Kleiderschrank, der in unserem Schlafzimmer keinen Platz hat, kommt noch ein weißer Vorhang. Er stört mich derzeit weniger, als ich vermutet hatte, aber dennoch möchte ich den braunen Kasten gerne verdeckt wissen. Schon allein, weil sich im Laufe der Zeit garantiert wieder jede Menge Zeug darauf ansammeln wird :-D
Unten im Wohnzimmer stehen noch ein alter Telefontisch und meine 35 Jahre alte Spielkiste (vom Opa noch selbst gebaut) die noch abgeschliffen und neu lackiert werden müssen (endlich etwas, dass man im Blog auch Schrittweise zeigen kann). Beide sollen dann neben das noch nicht vorhandene Regal für die Nähmaschine. Derzeit zumindest ist das noch der Plan.

Da wir aber auch in anderen Zimmern gerne weiter kommen möchten, wurde die Babylock heute ausgepackt und genäht. 
Und siehe da, ich fühle mich nach demNähen viel ruhiger und ungestresster als vorher....ein eindeutiges Zeichen der Sucht, oder?
Genäht wurde ein Himmel für unsere Schlafhöhle. Da wir von Farben in der Wohnung diesmal abgesehen haben, wollte der grüne Himmel einfach nicht mehr passen und es musste ein grauer Vorhang her. Aber wieder aus Chiffon.
Anders als bei dem grünen Himmel habe ich diesmal nur zwei Stücke verwendet. Der Grüne war ein Rechteck, an dem ich je vier Vorhänge befestigt habe. Dieses Mal habe ich einfach nur zwei Rechtecke zusammengenäht, versäubert, gekürzt...und fertig :)
Diese Art hat allerdings auch 12 Meter Stoff gefressen und nicht nur 9. Es hätte auch noch ein Meter mehr sein können, denn bis auf denBoden reichen sie diesmal nicht.
Leider ließ sich der Himmel diesmal noch schlechter fotografieren als beim letzten Mal, da das Zimmer ja noch kleiner ist.

Freitag, 25. März 2016

Welcome to my Realm of Chaos

Ich bin wieder da. Zumindest halbwegs :) Das Internet läuft seit ein paar Tagen wieder (wenn ich auch keine Zeit habe, es zu nutzen) und alle Möbel sind hier.
Für alle Interessierten gibt es ein kleines Work In Progress mein Nähzimmer betreffend. 
Ich spare mir den genauen Ablauf des Möbelaufbaus, denn wir sind doch ohnehin alle IKEAexperten :) 
Am 19. hatten wir endlich die Renovierungen hinter uns und nunja, meine Kleiderstange stand schon vorher. Denn obwohl die zauberhafte Annelie von Übel uns mit so vielen Kartons unterstützt hatte, waren es immer noch zu wenig. Also musste ich wenigstens die Kartons mit den großen Roben leeren.
Auf den schnell aufgebauten Schreibtisch kam dann der restliche Kram, was allerdings das Chaos nur vergrößert hat. Mittlerweile sind zwar Kamera, d-Lan Adapter und Kamerakabel wieder aufgetaucht, aber mein Netzwerkkabel bleibt verschwunden.
Am letzten Sonntag ging dann mithilfe einer grandiosen und fleißigen Helferin mein großer Traum in Erfüllung. Mein eigener Zuschneidetisch. Er stellte sich auch als äußerst dringend heraus, denn beim Kauf des Schreibtisches habe ich nicht auf dessen Ausmaße geachtet und die Arbeitsfläche ist doch eher dürftig.
Mein Tisch besteht aus 2 Kallax, 3 Rollen, 6 Abstandshaltern, einer Thyge Platte und 8 Flachverbindern.
Ich habe mich ziemlich genau an diese Anleitung gehalten und bis auf die Rollen hat auch alles super geklappt.
Die Rollen sollten eigentlich von den äußeren Ecken in die Mitte laufen. Aber dank der Hohlräumigkeit der Kallax fielen die Schrauben einfach wieder ab. Daher haben wir jetzt je eine der Doppelrollen außen und in der Mitte. Ich hoffe, sie werden das Gewicht auch weiterhin tragen.
Ich denke, Ostern komme ich noch ein Stück weiter mit Einrichten...wenn man doch nur bohren dürfte....

Sonntag, 25. Januar 2015

Mühlsteinkragen, die Zweite

Eigentlich hatte ich diesen Post bereits viel früher geplant, aber leider sind mir ziemlich viel Arbeit, eine kranke Katze und ein krankes ich dazwischen geraten.
Nun aber weiter im Text. Nach zwei Filmen und viel Handarbeit sollte der Kragen inzwischen schon nach Mühlsteinkragen aussehen.
Allerdings fächert er mir meistens zu sehr auf, gerade an den Enden, was beim Tragen meiner Meinung nach recht unschön aussieht.
Also nähe ich alle Schlingen noch einmal zusammen. Das kann mit oder ohne Perlen machen. Da ich keine Lust habe, jedes Vernähen einzeln zu verknoten führe ich den Faden durch das Schrägband durch, um den Faden unsichtbar zu machen. Das hat natürlich den Nachteil, dass, wenn der Faden einmal reißt, sich direkt mehrere Perlen und/oder Schlingen lösen und man mehr in der Reparatur zu tun hat.
Bei diesem Kragen allerdings steht die Seide so super, dass er mir auch ohne Zusammennähen echt gut gefällt und ich mich so nur auf die Enden beschränkt habe. Das erhöht, denke ich, auch die Beweglichkeit beim Tragen etwas mehr.
Der Unterschied von offenem und zusammengenähtem Ende ist gravierend.
Ob der Kragen allerdings so bleibt ist noch fraglich, denn es ist ja nicht meiner :) Sobald ich den passenden Rock dazu anprobefertig habe, wird auch die Entscheidung gefällt, ob ich noch alle Schlingen zusammennähe oder es lasse. 
Aber bis dahin ist er fertig.
Ich hoffe, ich habe nicht allzu viele Fragen offen gelassen und dem ein oder anderen wenigstens ein wenig weiterhelfen können.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Mühlsteinkragen

Vor einigen Jahren, als ich anfing, mich mit Mühlsteinkrägen zu beschäftigen, habe ich eine Anleitung für Selbige geschrieben und online gestellt. Mit dem Löschen meines alten Blogs ging auch die Anleitung verloren.
Jetzt habe ich seit 4 Jahren keinen Mühlsteinkragen mehr genäht und wünsche mir doch die ein oder andere Erinnerung wieder herbei. Da ich derzeit an einem Auftragskragen sitze, dachte ich, ich nutze die Chance und mache ein WIP/Tutorial in meinem neuen Blog.

Ich habe keinerlei Ahnung, wie man Mühlsteinkrägen tatsächlich näht. Meine Methode ist eine Mischung aus Selbstversuchen, Bildern anstarren und Tipps von meiner persönlichen Mühlsteinkönigin Tuahadedana. Janet Arnolds Pattern of Fashion 4 besitze ich auch, aber das Buch  hat mich absolut nicht weiter gebracht.

Der vorliegende Mühlsteinkragen wird ein offen Getragener mit einer Auslage von ca 10cm und einer Länge von ca 53 cm. Der Stoff ist Dupionseide in einem herrlichen Grünton.

Man braucht eine Basis, auf die der Kragen genäht wird und ein laaaaanges Band in der Breite der gewünschten Auslage. Da ich ein völliger Matheversager bin und auch einfach nicht akribisch genug arbeiten kann, habe ich absolut keine Ahnung, wie ich die Länge des Bandes berechnen kann, damit sie stimmt. Also lasse ich ein Ende direkt unbearbeitet, wie man auf dem Bild sehen kann. Ich nähe halt einfach alle Schlaufen bis kurz vor Ende, schneide auf die passende Länge zurück, Schrägband drum und dann passt das. Also lieber immer zu lang als zu kurz.
Leider entfällt für mich dadurch bisher die Möglichkeit, offene Mühlsteinkrägen zu fertigen, die in der Auslage klein anfangen, hinter dem Kopf groß werden und wieder sanft auslaufen (falls jemand weiß, was ich meine) Allerdings reift schon eine Idee in meinem Kopf heran, wie ich das anstellen könnte...ein andernmal.
Die Basis habe ich mit Buckram verstärkt, damit sie bei häufigem Gebrauch nicht einknickt. Das Band selbst ist mit starker Einlage verstärkt. Meinen eigenen Kragen habe ich mit Steifleinen gemacht, aber Wunsch ist Wunsch. Zudem ist der Kragen mit Vlieseline verstärkt wesentlich angenehmer zu tragen.

Die Basis habe ich dann in regelmäßigen Abständen markiert, damit die Falten nicht allzu unterschiedlich werden. Zwei Nadeln einfädeln für oben und unten, dann kann es losgehen. Die ersten Krägen habe ich mit nur einer Nadel genäht, aber das ständige Verknoten und Seitenwechseln war mir zu nervtötend.
Der Stoff wird quasi senkrecht aufgenäht, immer mit ein paar Stichen oben und unten. Und eigentlich ist das schon Alles. Ich weiß, dass andere, den Kragen erst mit zwei Fäden gleichmäßig einreihen und ihn dann auf die Basis nähen. Keine Ahnung, ob das besser ist, ich habe es bisher noch nicht ausprobiert, aber es gibt sicher hunderte Möglichkeiten.

Dank fieser Erkältung werde ich heute auch nicht weitermachen, aber Fragen kann ich jederzeit beantworten.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Argh, Handnähen...



Vorneweg, es ist geschafft.
Die Jacke ist fertig und letztendlich hätte ich ein bisschen schneller sein können, wenn ich mich nicht so vor dem Futter gedrückt hätte.
Gestern Morgen war ich bei Charly, die nach ein paar verzweifelten Versuchen, nach Anleitung zu legen, sagte: "Mach halt, wie du denkst. Das Ding da dient doch eh nur zur Inspiration" Wo sie recht hat...
Also habe ich das Futter auf den Boden gelegt und den Frack oben drauf. Und eine ganze Weile herumgezupft, umgeschlagen, hin und her gezerrt um zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen und tadaaa: Es sah aus, wie es aussehen musste. Und als ich es umdrehte, sogar von innen. Naja fast, ich hatte zwar die Frackteile geändert, aber die Futterteile nicht. Sieht man von außen nicht, egal, aber in diesem Moment überfiel mich dann das Grauen.
Das Futter konnte ich nicht per Nähmaschine annähen. Die nähte hätte man innen ganz unschön gesehen. Handnähen.... beide Futterteile....ganze 8 Nähte... gnah....
Also hab ich mich zu Henrik ins Wohnzimmer getrollt und den Mist zusammengetackert, denn Max wollte ja noch vorbeikommen. Geschafft hab ichs allerdings nicht mehr ganz. Aber zur Anprobe hats gereicht...
Passt, was will ich mehr? Auch an den Armen hat er genug Platz, die waren ja mein größtes Sorgenkind. An ihm sieht das Ganze Ding auch gar nicht mehr so zusammengepfuscht aus *g*
Heute morgen habe ich dann noch vorne umgenäht und alle Knöpfe angebracht. Das heißt, für den Rest des Tages kann ich mich zurücklehnen und morgen vielleicht ein bisschen am Hochzeitskleid werkeln.
Und dann 3 Tage ab in den Harz, einen Tag noch Zeug besorgen und in Pflegemitteln ertrinken und dann bin ich in einer Woche schon in Leipzig *yay*






Montag, 6. Mai 2013

Es wird fast....

In Gesellschaft der lieben Anja habe ich heute - nur unterbrochen von der Entsorgung alter Reifen, alter Farbe und des alten Fernsehers - weiter an der Jacke gesessen.
Wie schon angekündigt, waren als erstes die Tail Pockets dran. Deren Sinn entzieht sich mir auch nach Fertigstellung weiterhin. Da hinten stopft doch niemand ernsthaft etwas in die Frackschöße... Nun ja.
Als erstes wurde eine Hälfte der Tasche auf das Vorderteil und eines auf das Hinterteil genäht. Dann wurde Hinter, an Vorderteil genäht und eine kleine Lücke gelassen. Als letztes wurden die beiden Taschenstücke dann geschlossen. Und wenn man das ganze gebügelt hat, hat man eine Tasche im Frackschoß.
Ich habe mich über der Anleitung brütend fast mit meinem Liebsten gestritten, weil wir beide unterschiedlich...und beide falsch interpretiert haben. Schlussendlich platzte aber der Knoten, als ich das "front" endlich als "Vorderteil" und nicht als "vorne" identifizieren konnte.
Leider gingen dann die Akkus der Kamera alle und von den nächsten Schritten gibt es keine Bilder. Aber die waren auch nicht ganz so schwer, wie die ominösen Taschen. Beleg und Kragen annähen, Ärmel einsetzen, Haken und Ösen dran , fertig.
Nun stehe ich vor dem nächsten Hindernis. Dem Futter für die Frackschöße. Ein völlig unförmiges Teil, das auch noch hübsch umgeschlagen drapiert werden muss. 
Aber da ich morgen die Shootingbilder abhole, kann ich auch noch nebenan zu Charly gehen und sie einfach fragen.
Dann fehlen nur noch die Knöpfe und Max kann morgen alles mitnehmen :)
Was bin ich froh, dass ich doch noch alles schaffe...

Sonntag, 5. Mai 2013

Grobe Vorleistung

Was ich heute gelernt habe:
Feier nicht mit Bienchen, wenn Du am nächsten Tag nähen möchtest.

Völlig verkatert hab ich heute morgen ein paar Startschwierigkeiten gehabt, bevor ich mich an die Uniformjacke setzen konnte. Und besonders weit kam ich auch nicht, denn um halb 4 sind wir schon wieder der nächsten Einladung zum Grillen gefolgt und gerade erst nach Hause gekommen.
Heute morgen habe ich als allererstes eine der Taschenklappen mit Knopflöchern versehen, um die herum dann auch die Soutache gehen sollte.
Aber mit Knopflöchern sah das ganze nicht sehr gut aus, also hab ich selbige bei den anderen Teilen einfach weggelassen und nur die Soutache angenäht. Das geht sicherlich ordentlicher, aber ich muss voran machen. 
Die letzte Soutache wurde dann auf den Kragen genäht. Es sieht alles krumm und schief aus - ist es auch - aber das fällt später glücklicherweise nicht mehr auf.
Dann habe ich die Rückenteile zusammen genäht und bin zum ersten Mal von der Anleitung abgewichen (ja, jetzt schon *g*). Ich werde, wo es geht, das Futter nicht separat verarbeiten, sondern als ein Stück. Dementsprechend habe ich das Futterstück dem Rücken angepasst und festgesteckt.
Grob auf der Puppe zusammengesteckt haben wir zumindest schon einmal eine Ahnung, was es werden könnte.

Bevor wir dann zum Grillen gefahren sind, habe ich noch die Taschenklappen rechts auf rechts zusammen genäht und liegen lassen. Die werden morgen versäubert und dann geht es anschließend mit den Pocket Tails weiter.

Sonntag, 24. Februar 2013

so long and thanks for all the fish

Ich bin soweit fertig.
Die Schleife ist auf dem Rücken der Taille angebracht, vorne sind es Rosen und Perlen geworden. Und zusätzlich noch zwei Applikationen.

Heute morgen hab ich den Schleppenschutz gemacht, der ist ja nicht viel Arbeit. Schleppe aufzeichnen, Rüsche und Knopflöcher dran. Knöpfe an den Rock und fertig.
Was die Stäbe betrifft, so habe ich sie wieder herausgetrennt. Nachdem ich schon 3 Stück eingenäht und die anderen festgeteckt hatte, hat sich die Taille so verzogen, dass sie für mich nicht mehr tragbar gewesen wäre. 
Schon allein dadurch, dass sie unten offen ist, konnte das mit dem Stahl schon nicht mehr funktionieren. Und so wähle ich lieber die Falten an der Seite, als ein in meinen Augen nicht tragbares Ding.
An der Puppe sitzt es ja leider nicht so gut, wie an mir, da sieht es natürlich irgendwie noch schlimmer aus, als es tatsächlich ist...
Für die Haare hab ich noch zwei kleine Blümchen geLOOMt.

Jetzt fehlen noch 6 Schleifchen, für die ich aber keinen extra Eintrag schreiben werde.
Ein kleiner Überblick über den Materialverbrauch:
13  Meter Popeline
1,5 Meter Futterstoff
1    Meter Vlieseline
0,5 Meter Taft
45  Meter Satinrüsche
5    Meter Köperband
25  Meter Organzaband
12  Meter Satinband
5    Meter Lurexband
45   Perlen matt
200 6mm Perlen
25   Knöpfe
51   Röschen
60   Schleifchen
4    Straußenfedern
10   Applikationen
60  Strasssteine
1 Haarklammer
1 Nähmaschinenreparatur, 3 Nähmaschinennadeln, Hunderte Meter Garn

Donnerstag, 21. Februar 2013

Pfusch as Pfusch can be

Ich war gestern beim Zusammennähen ja schwer begeistert. 
Ich habe mich genauestens an alle Markierungen gehalten und ganz besonders langsam und ordentlich gearbeitet. Niemals in meinem Leben habe ich so viele Stecknadeln verwendet. Ich habe sogar die Nähte genau aufeinander festgesteckt.... Und es funktionierte. Es waren alle Nähte gleich, nichts hat sich verzogen... Ordentlich nähen lohnt sich also tatsächlich.
Alle Teile zusammen genäht, die Nahtzugaben auseinander gebügelt. Die Ärmel auf Anhieb richtg eingesetzt und die Applikationen waren tatsächlich alle an ihrem Platz. Die Abnäher habe ich allerdings mir Fray Check behandelt. versäubern ließen die sich ja nicht gut.
Da das Probeteil ja gepasst hat, hab ich, bevor ich mich dem Kürzen des Saumes widmen wollte, auch die Knopfleisten zurückgeschnitten und  mit Satinband unterlegt.
Sooo schön ordentlich und edel und...passte nicht. Ich hab es nicht mehr zu bekommen. Oben am Hals war es zu weit, über der Brust spannte das ganze. Katastrophe... Da war nichts mehr mit Knopflöchern und Knöpfen...
Nun ja, ich wäöre ja nicht ich, wenn ich nicht pfuschen könnte. Zum Glück fand sich noch Haken- und Ösenband. Direkt zu ging, aber eben nicht überlappend, wie ich es für Knöpfe gebracuht hätte. Also habe ich das Band an die Seiten genäht und oben noch Weite weg genommen.
Es passt. Und es sieht richtig gut aus... nur nicht, wenn man näher kommt. Die Nähte sind relativ schief und unsauber. ich hatte ja auch gar nicht mehr mit einem Erfolg gerechnet. Da war mir einfach die Lust auf Stecknadeln und sauberkeit vergangen.
Nun muss ich mir irgendetwas einfallen lassen, um die Nähte zu verdecken. Perlen, Schleifen, Rosen, Blumen, Pailletten, Soutache, Bänder... Ich habe ja noch ein bisschen Auswahl.
Derzeit bin ich bei Perlen und Schleifchen/Rosen. Die finden sich auch auf dem Rest des Kleides wieder.
Als letztes habe ich nach der Rüsche am Saum, noch ein Taillenband eingenäht.

Den Saum habe ich nicht gekürzt. Ich schließe die Taille jetzt nur bis zur Hälfte und lasse den unteren Teil offen stehen. Das gefällt mir von der optik her einfach besser.

Jetzt fehlen noch die dicke Schleife hinten, besagte Verzierungen vorne und die Stäbchen. Dann noch die Schleifchen am Rock und den Ärmeln, sobald die aus China ankommen und der Schleppenschutz aus Taft oder Kunstseide. Vielleicht noch hier und da etwas mehr Zier, die mir jetzt noch nicht einfällt und dann bin ich auch schon fertig.

Tragbar ist die Tournüre jetzt schon, aber ich werde heute abend zur Sonnenfinsternis etwas anderes anziehen. Ich muss mit dem Auto fahren und mit diesen Stoffmassen komme ich maximal auf den Rücksitz in einem Bus *gg*

Mittwoch, 20. Februar 2013

Taille

Mittlerweile ist meine Nähmaschine schon wieder eine Woche bei mir. Dank der Arbeit habe ich letzte Woche nicht viel tun können und so habe ich am Sonntag nur eben kurz ein *hust* wunderschönes Probeteil zusammengezimmert und die letzten 50 Schleifchen an den Rock genäht. Da sie aber nicht gereicht haben, hab ich noch mehr bestellt.
Bei der Probetaille musst bis auf den Halsausschnitt und den Saum auch nichts geändert werden. Durch einen dummen Zufall hatte ich die Abnäher schon viel größer genäht, als sie eigentlich sein sollten. Aber es passte auf Anhieb. Ein hoch den wirren Markierungen *g* Die Ärmel sehen deshalb so komisch aus, weil ich das natürliche Talent habe, sie grundsätzlich falsch herum anzunähen :) Wird beim echten Stück natürlich geändert.

Gestern habe ich mich dann ans Ausschneiden gemacht.  Einmal aus Futter, einmal aus Oberstoff und einmal aus Einlage. Ich werde alle drei Lagen als eine behandeln und nicht das Futter verstürzen. Ist einfach praktischer, da hat das KK Forum schon recht.
Ausgeschnitten und veroverlockt ging es für Ärmel und Vorderteile dann an die Applikationen. Die habe ich vor den Abnähern aufnähen wollen, weil es einfach praktischer ist. Fürs Applizieren habe ich die Freihandnähfunktion der Pfaff genutzt und es hat ganz wunderbar geklappt. Erst vorne und ein Arm. Dann habe ich per Bügeln die Position der Applikationen auf die Front und Arm Gegenstücke übertragen und die ebenfalls angenäht.

Und derzeit bin ich - mal wieder - am Faltenlegen.

Montag, 4. Februar 2013

Schlacht mit Verlusten

18 Meter Falten aus einem 50 Meter langen Streifen.

Gute 44 Meter Rüschen und etwas mehr als 200 Perlen. Das ist das Resultat meiner Arbeit von gestern und heute.
Die Schlacht habe ich gewonnen. Und gegen Ende musste ich einen herben Verlust hinnehmen und es schien fast, als wäre ich der Verlierer. Vielleicht fällt etwas auf diesen beiden Bildern auf:
Genau. Meine Pfaff hats erwischt. 2 Meter vor Ende brach die Nadel und jetzt stimmt etwas mit der Spulenkapsel nicht mehr. ich bekomm die Nähnadel nicht mehr durch die Stichplatte, geshcweige denn, dass dann noch irgendeine Naht möglich wäre.
Also geht es morgen nach Augustin, damit der Doc sie wieder herrichtet. Ich glaube nämlich nicht, dass das ein Garantiefall ist. Aber ich werde nicht selbst daran herumschrauben, solange sie noch in der Garantie ist *g*

Nun ja, was hab ich noch gemacht? Perlen und Quasten kamen noch an die Überrockverzierung. Allerdings finde ich bisher alle Materialien, aus denen ich Quasten gemacht habe eher mäßig geeignet. Wolle mag ich nicht nehmen, also muss ich noch mal genau darüber nachdenken. Diese hier bleiben jetzt jedenfalls erst einmal. Zusätzlich habe ich noch Strasssteine auf die Stoffblumen geklebt. Jetzt funkeln sie auch etwas und wirken nicht wie ein Loch im tiefen schwarz.
Bis meine Maschine wieder geht, war es das erst einmal mit großen Fortschritten. Ich werd von Hand noch den ein oder anderen Schmuck aufnähen, aber grob ist der untere Teil vom Kleid fertig. Als nächstes geht es an die Taille.