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Sonntag, 24. März 2019

Wenn Wünsche wahr werden

Nachdem ich hier Staub und Spinnweben entfernt habe, kann der nächste Eintrag folgen.
Es ist nicht so, als hätte ich Nichts genäht, aber das meiste davon sind noch UFOs oder meines Blogs nicht würdig :-D Oder sie müssen noch erweitert werden.
Allerdings hoffe ich doch, in nächster Zeit wieder öfter Ergebnisse präsentieren zu können. Evtl wird das Ein oder Andere auch noch nachgetragen.

Nun aber zum aktuellen Langzeitprojekt. Um den Mai herum werden mir ja immer Wünsche zugetragen und was soll ich sagen, diesem konnte ich nicht widerstehen.
Im großen und Ganzen war es ein "Mach mal". Ich liebe "mach mal", weil ich mich völlig frei entfalten kann.
Allerdings bringt das auch eine ewig lange Brainstormingphase mit sich. Das "mach mal" muss ja auch passen und dem Träger entsprechen.
Bei diesem Outfit sind eine VokuHilajupe, ein Überrock, ein Über-Panier-Korsett und eine Bluse herausgekommen. 
Der Rock ist aus "Allroundstoff" und war eigentlich auch einmal vorne lang(weilig). 6m Umfang haben sich allerdings als echt schwierig herausgestellt, was den Fall über das Panier angeht. Nach der Anprobe (nein, die gab es noch nicht) muss ich schauen, ob ich die Falten evtl noch feststecken muss oder nicht. Natürlich dürfen eine Rüsche (Taft) und paiellettenbesetzte Perlenspitze nicht fehlen.
Der Überrock besteht aus perlenbesetzter Spitze, zu deren Kauf ich auf dem vorletzten Stoffmarkt "überredet" wurde. Schwierig war der nun nicht wirklich, ein Rechteck in Falten legen und an einen Bund nähen ist ja kein Geheimnis.
Der Schnitt vom Korsett ist mein eigener auf kleine Maße gebracht. Da habe ich tatsächlich am meisten Bedenken wegen der Passform, denn ändern lässt sich das einfach nicht mehr. Da mir die Taille doch sehr hochgerutscht ist, habe ich die Borte vom Rock wieder aufgegriffen, damit man nicht den Rockbund sieht. Gibt eine ganz hübsche Silhouette.
Das letzte Stück ist eine Bluse aus Taft, mit Spitze hinten und Applikationen vorne. Und der ordentlichsten Knopfleiste, die ich je geschafft habe. Vielleicht sollte ich das Bügeleisen doch einmal als Freund denn als Feind betrachten.
Mein Ziel war es, dass jedes einzelne Teil aus dem Komplettoutfit auch mit anderen Dingen kombinierbar sein sollte. Und ich glaube, das ist auch gelungen. Kommt halt auf den Rest der Garderobe der Trägerin an.


Freitag, 15. Juni 2018

Eskalationen untendrunter

"Du und Deine Rüscheneskalationen" war der erste Satz, den ich zu diesem Teilchen gehört habe. Was soll ich sagen? Schuldig, im Sinne der Anklage, sie hat recht.
Aber das gute Stück musste sein. Ich stellte nämlich fest, dass ich für meinen Geschmack ein bisschen wenig Wumms unter den Röcken hatte. Mein sonst doch so präsenter Po war zu platt. Quasi nicht mehr vorhanden.
Ich hätte zwar auf meinen großen Tüllrock zurückgreifen können, aber erstens fehlen im die Eingriffe für die Taschen (wie unpraktisch) und zweitens hat er die Form doch sehr rund gezogen. Zudem hängt Frau mit den Fledermausschnallen ja ständig im Tüll, was dem Ganzen jetzt schon einen eher fetzigen Look und mehrere Stolperfallen verleiht.
Also musste ein Unterrock her.
Eigentlich ist so ein Rock ja schnell gemacht. Aber diese elenden Rüschen haben dann doch zwei Tage gedauert.
Für die Basis habe ich altes Leinen von meiner Großmutter verwendet, dass sie noch in der Hauswirtschaftsschule benutzt hat (ich liebe Stoffe mit Familiengeschichte). Für meine Überkleidung leider nicht verwendbar, da nicht färbbar. Also natürlich kann man Leinen färben, aber die Erfahrung mit Urgroßmamas Leinenballen (ihre Mitgift, die jetzt in einer dunklen Kiste lagert), hat gezeigt, dass
der alte Stoff so etwas doch sher übel nimmt und sich dann lieber in seine Einzelteile zerlegt.
Die Rüschen sind ebenfalls aus Stoffen aus meinem Fundus. Der wunderbar silbergraue war leider zu hell für Drüber und das Ergebnis nach einem Waschgang schwarz endete in Ockerhellbraun, wie man sieht. Dazu kam ein Stück lila von Adrian und ein Teil einer hellblauen Moiré Gardine von Grevina Patrizia. Die wollte ich aber nicht komplett verwenden, weil sie nach dem Färben einen wundervollen Grausilberton annimmt. Das kann man noch gebrauchen.
Die unterste Rüsche musste natürlich schwarz. Nicht, dass dem Grufti noch ein weißes Blitzen unterm Rock passiert.
Um den Saum herum hab e ich Crinoline genäht, damit die schweren Überröcke den Unterrock nicht ganz zusammenfalten und er sich ein klein wenig gegen die Stoffmassen behaupten kann.
Der Unterschied zwischen mit und ohne Rock ist enorm und ich bin absolut zufrieden.

Sonntag, 11. März 2018

Victorian Lingerie

Bevor ich das neue Kleid beginnen kann (die Instagrammer erinnern sich vielleicht an die Patchworkumfrage bei mir) musste seit langem nötige, neue Unterwäsche her.
Eine neue Chemise, weil ich die schiefen Nähte der alten einfach nicht mehr ertragen habe (Nie wieder eine AEG, und wenn man sie mir schenken würde....), einen Unterrock ohne Schleppe, einen Rock für mehr Wumms in der Mitte und ein neues Korsett.
Da mir tatsächlich ein Haufen Stoff in die Hände fiel, der für Oberbekleidung aufgrund seiner Farbe nicht geeignet war, wurde er kurzerhand in Unterwäsche umfunktioniert. Cremefarben soll ja unschuldig wirken, habe ich mir sagen lassen. 
Die Chemise war schnell gemacht und hat sogar an Saum und Kragen einen Zierstich mit Metallicgarn in schwarzsilber bekommen. 
Das Korsett hingegen hat mich so sehr geärgert, dass ich es beinah einfach in den Müll geschmissen hätte. Mein altes ist mir ein wenig zu groß gewesen. Das war damals mein erster Versuch des Silverado, und statt 1,5cm NZ hab ich 1,2cm verwendet. Zu große Cups und ich vermute im Laufe der letzten 6 Jahre hat es sich etwas geweitet.
Nun gut, gleicher Schnitt, die Cups angeglichen, 1,5cm NZ verwendet. Hochwertiger Satin, Polsterstoff, der Rest wie gehabt.
Und ab der Schließe fängt das verfluchte Ding an zu zicken. Die Schließe 3x falsch eingenäht reichte ja noch nicht. Nein, am Ende ist es auch noch zu klein....gnah. Es kann gar nicht sein. Es ist an jeder Seite 3cm kleiner, was genau das gewünschte Ergebnis war, aber aus irgendeinem Grund will es an mir heute nicht sitzen. An der Puppe passt es. Vielleicht ist auch lediglich mein Körper doof.
Es ist tragbar, gerade für untendrunter, aber ich war schon wesentlich zufriedener und brummel seit etwa einer Stunde ungehalten vor mich hin. Zu allem Überfluss sieht der hochwertige Seidensatin auch noch stinklangweilig aus. Gnarf.
Aber ich bekomme das Mistvieh schon noch eingetragen.
Die beiden Röcke waren dagegen wieder recht einfach. Der untere ist nach einem Tournürenschnitt genäht. Die Rüschen musste ich allerdings schwarz machen. Wie sieht das denn aus, wenn unter dem Schwarz das Creme plötzlich auftaucht.
Der obere Rock ist ein Tellerrock mit zwei Rüschen. 
Der cremefarbene Stoff ist auchtatsächlich bis auf den letzten Zentimeter in der Unterwäsche verschwunden. Aber er hätte ohnehin nicht mehr in die Kiste gepasst.
So, jetzt geh ich weiter grummeln.

Freitag, 19. Januar 2018

Platz für die Herzkönigin

Ein kleiner Nachtrag, weil hier sonst ja doch nicht viel passiert. 
Letztes Jahr wollte eine Freundin gerne zu Karneval ein Herzköniginkostüm haben.
Nichts Aufwändiges, nur einen Tüllrock, ein Halsband und ein T-Shirt.
Tatsächlich war das Knoten und das Stickmuster digitalisieren das Arbeitsintensivste. Die Anleitung für den Rock habe ich mir querbeet bei Youtube zusammengesucht. Der Rest war vollkommen frei Schnauze. Und selbstverständlich konnte ich mir ChiChi in Rorm einer schwarzen Rose nicht verkneifen.

Aber hinterher war sie glücklich und was soll ich sagen. Zum nächsten Karneval muss für eine andere Freundin ein zweiter her.

Dienstag, 11. Juli 2017

Alltagsschwarz

Alltagstaugliche Klamotte gibt es bei mir ja recht selten, da ich zu 80% meiner Zeit ja doch irgendwie Arbeitskleidung trage und ansonsten das nutze, was eh im Schrank hängt.
Aber fürs WGT mussten es noch einmal zwei Röcke sein.
Ein langer Bahnenrock aus derselben Baumwolle wie das Sommerkleid und ein VokuHila-Tellerrock aus Chiffon. Der Chiffon war das Einzige,was ich noch übrig hatte und in Frage kam.
Schnell genäht und mit Gummibund oben abgeschlossen.
Dann folgten vor kurzem zwei Umhänge, Capes, Westen, Jacken....was auch immer.
Sehr einfach, da das Ganze aus einem Vollkreis besteht, in den man zwei Armlöcher schneidet. Der Prototyp nach Anleitung aus Pinterest ist mir ein wenig kurz geraten und aus einem ziemlich undefinierbaren, dafür nicht blickdichten Irgendwas aus Polyester. 
Wie gesagt, recht kurz. Bisher kam er noch nicht zum Einsatz. Allerdings ist mir die Position der Arme viel besser gelungen als beim zweiten Versuch.
Der zweite Versuch ist aus paillettenbesetzter Spitze, um Einiges länger und hat in letzter Zeit schon so einige Male Tageslicht gesehen.
Aber hier ist er quasi "zu groß" geraten, daher habe ich zwischen den Ärmeln eine Kellerfalte eingefügt, damit mir das Dings nicht immer von den Schultern rutscht.

Donnerstag, 20. April 2017

Gut Ding will extrem viel Weile haben

Ende Mai letzten Jahres bat mich die liebe viola odorata um eine Fetzenschleppe, Vokuhila, nur minimal länger als Bodenlang. bis Ende Mai 2017. Sogar mit Inspirationsvorlagenbild. Wir alle kennen den PunkRave Fetzenrock, vermute ich?
Klaaar, kein Problem, ganz easy. 
Easy war lediglich, dass ich wusste, wie man einen VoKuHiLa Rock macht. Aber der Rest verknotete mir mein Gehirn.
Wie zur Hölle schneide ich das zu, dass sich das so schön ringelt. Spiralen, klar, aber wie breit und vor allem, wie zur Hölle nähe ich das zusammen, das es einen Rock ergibt?
Tja, um ehrlich zu sein, ein paar Monate gar nicht. Egal, wie sehr ich den PunkRaveRock studierte, es wollte sich mir nicht erschließen, wie die den hinbekommen haben. Aber zumindest weiß ich mittlerweile, dass er einen Unterrock hat.
War aber irgendwann auch egal, denn ich beschloss einfach, das zu tun, was ich am besten kann. Improvisieren, zuschneiden und zusammenzimmern. Das wird schon was werden und wir wollen ja auch keine Kopie, nicht wahr?
Als Basis habe ich etwas genommen, das jetzt sein drittes Leben führen darf. In seinem ersten war es der Unterrock vom Mülltütenkleid, im zweiten als Bansheerock auf dem WGT und nun ist es eine Fetzenschleppe.
Zuerst hieß es: Spiralen schneiden. Viele Spiralen, große, kleine, am liebsten mehrere auf einmal. Die erste Reihe kam knapp unter den Bund (der dann nochmal mit einem Gummizug versehen wurde), dann jeweils etwa 5 cm weiter noch eine Reihe.Da ich beim Annähen einfach gegriffen habe, was als nächstes lag, habe ich nach jeder Reihe die Länge der Spiralen wieder angepasst.
Es folgten noch zwei Reihen und schließlich hatte ich einen Rock, den man nach dem Anziehen mit den Fingern durchkämmen muss. Die Spiralen habe ich nicht versäubert, um dem ganzen Ding nicht den "Fetzenlook" zu nehmen.
Aber mir gefällt er ziemlich gut und der neuen Besitzerin wohl auch, denn sie hat ihn gestern eingetütet und mitgenommen. Das ist eine enorme Erleichterung, nachdem ich den Rock so lang vor mir her geschoben habe.
Leider werden die Fotos dem Rock gar nicht gerecht, aber ich hab es einfach nicht besser hinbekommen.

Donnerstag, 2. März 2017

Overload Apron

Eigentlich nähe ich ja nicht für andere. Das hat den Grund, dass meine Freizeit wirklich knapp und kostbar ist, ich oft abends keine Lust mehr auf die Nähmaschine habe, mir Deadlines daher ein Graus sind. Aber vor allem, weil ich den Druck nicht ertragen kann, wenn mich jemand behandelt, als müsse ich mit dem Nähen mein Geld verdienen. Ich bin einfach qualitativ nicht gut genug dafür.
Dennoch gibt es ja nun auch die berühmten Ausnahmen.
Denn wenn ich ganz lieb gefragt werde und man mir auch noch freie Hand und Zeit lässt, wie könnte ich da schon "nein" sagen?
Auf den Bildern habe ich zur Besseren Vorstellung einen meiner Nürenröcke darunter gezogen. Aber sowohl der Rock als auch mein Hummer sind natürlich zu groß. Sabrina ist ja nun mal viel zierlicher als ich. 
Der Wunsch war eine "Overloadschürze". Einfach viel Zeug auf einen Nürenüberrock in meinem Stil. Na hey, das schaff ich doch. Dachte ich. Die Stoffwahl war mehr eine Qual, denn es gibt ja sooooo viele wunderbare Stoffe, aber das ganze könnte dann ja viel zu unruhig werden. Aber so ganz uni mag ich ja auch nicht.
Nun ja, es wurden hinterher Kettsatin und Seidenjaqucard. Der Schnitt war der TV 305, dessen Schürze ich allerdings gekürzt habe. Das hing mir einfach zu unmotiviert herunter und hätte sich durch Falten noch mehr nach unten gezogen. Möchte ich nicht, also ab mit dem Zeug und den Saum nochmal gemacht.
Nachdem die Falten dran waren (und irgendjemand hasst mich, Seide ist ein A...) wurden Spitze, Applikationen und das Pailettenmonster auf der Schürze verteilt. Allerdings einigten wir uns darauf, das Pailletendings zu teilen. Ohne war langweilig und komplett war es zuviel.
Als letztes hab ich noch Rosen und Steinchen verteilt und fertig war der Rock. Nun muss ich noch einen passenden Karton finden und dann geht er auf die Reise zu S-T-A-R-gazer.
Das Nähen hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, der Rock wird auch wirklich gefallen, wenn er angekommen ist.

Nachtrag: Er passt, er gefällt und ich darf ein Foto hier verwenden :) Vielen Dank an die Beteiligten und die Erlaubnis.

Freitag, 23. Dezember 2016

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit

Im grünen Forum war wieder einmal Wichteln angesagt.
Ich hatte zwar meine drei Wünsche eingetragen, war mir aber nicht sicher, ob ich überhaupt Zeit zum Wichteln finden würde.
Unglücklicherweise sagten mir dann auch überhaupt keine Wünsche zu, zu nichts kam eine Idee, bis...ja bis... ich dann doch noch zu einem relativ späten Zeitpunkt fündig wurde. Ein Rock sollte es werden. Ein Gruftirock. Na da steht doch mein Name drauf. Ich wollte einen Fishtail machen. Ich liebe Fishtails. Also habe ich Stoff bestellt und musste eine Woche warten, bis er ankam. 
Und dann war er einfach nicht dehnbar genug. Nur noch zwei Wochen Zeit, an einer Idee festgebissen und dann sowas. Ich hätt mir selbst in den Allerwertesten beißen könnnen. Wunsch reserviert, ist reserviert, kneifen gilt nicht.
Wenigstens hatte ich dann doch noch eine Idee und habe schlichtweg einen Vokuhilatellerrock genäht und mit Fledermäusen bestickt. War jetzt nicht das, was es werden sollte, aber ich mochte ihn trotzdem sehr gern.
Zum Glück für uns beide wollte knaxgurke nichts zu essen als Goodie. Also habe ich kurzerhand noch einen Anhänger gezaubert, der seinen Weg ins Paket fand.
Und die Sachen gefallen ihr, ich bin so erleichtert. Denn man ist ja von der zweiten Idee nie so überzeugt, wie von der Ersten.

Tatsächlich bin ich selbst auch nicht leer ausgegangen. Einer meiner Wünsche war ein Nadelkissen. Und dieser Wunsch wurde von der lieben aprilnärrin sogar doppelt erfüllt. Ich bin total begeistert von den beiden Kissen. Die Fledermaus passt perfekt um mein Handgelenk und ist nach der ersten Nadel auch direkt "VooDoo" getauft worden :)
Vielen, lieben Dank an dieser Stelle noch mal. Ich bin überglücklich mit den Kissen.

Donnerstag, 24. November 2016

Man redet nicht über Unterwäsche

Tu ich auch nicht, denn es geht eher um Zwischenwäsche.
Halloween ist noch fast ein Jahr hin und eigentlich hätte ich ganz andere Dinge zu nähen, aber man kann ja schon mal nebenher anfangen.
Und ich werds sicher auch schon vorher brauchen können.
Das eben angesprochene Kleid braucht mehr Unterbau als ich bisher so hatte. So entstand als erstes ein Unterrock für Schleppenröcke. Bisher hab ich mir mit mittelmäßigem Schleppenschutz beholfen, aber so das wahre war es nicht.
Schnittmuster ist der TV 208, genäht aus allem, was mein Restefundus und sonstige Kisten hergaben. Für die Basis habe ich hauptsächlich sehr schwer Stoffe genommen, die zwar toll, aber leider nicht mehr genug für ein Kleid waren.
Die Rüschen sind aus allem, was meine reste so hergaben. Der rest toile de jolie, Gabardine, Baumwolle, Ditte etc. Innen habe ich Bänder an der Schleppe befestigt, so dass man sie etwas mehr nach hinten ziehen kann und der Rock nicht zu sehr zur Seite aufklafft.
Geschlossen wird das gute Stück mit einem reißverschluss.

Und weil der Rock so unglaublich schwer ist, sackte mir mein Hummer zu sehr ein, also kam noch eine Stabilitätshilfe dazu. Ich wollte schon immer ein Pokissen nähen, hätte mir aber das Erstellen eines Schnittmusters viel schwieriger vorgestellt. Aber so schwer war ein Halbmond dann doch nicht zu zeichnen. Weil es ja doch nur untendrunter getragen wird, habe ich einfach - mal wieder - einen Rest Gabardine verwendet, den ich noch von Max´ Uniformjacke übrig hatte und hab es auch nicht gewedet, sondern einfach von außen zugeoverlockt.
Allerdings gefiel mir die Naht so dann doch nicht sehr gut, weshalb ich sie mit dem rest einer Rüsche bedeckt habe. (Ja, ich hebe auch alle Rüschenreste auf. Wer weiß, wofür man sie mal brauchen kann).

Mittwoch, 21. September 2016

Schwarze Wichteleien

Im Nähkromantenforum startete im August der Gothic-Klischee-SWAP. Natürlich nicht ohne mich.

Mein Wichtelkind war soom. Um ehrlich zu sein, war sie mir nur mäßig bekannt und stalken im Internet war quasi unmöglich. FB Profil nicht zu sehen für mich, kein Blog, etc. Per se nichts Schlechtes, aber fürs Brainstorming nicht förderlich.
Also hab ich mich auf ihre Pinterestseite gestürzt und mich sehr daran orientiert, um mein Paket zusammen zu stellen.
Zufürderst entstand ein Rock aus Spitze. Zweilagig mit Jerseyunterrock. Schnittmuster gab es keins, der Rock besteht nur aus Rechtecken. Je 3 pro Rocklage und eines für den Bund, der mit einem Band auch noch enger gemacht werden kann.
Dann kam ein Gürtel dazu. Einen ähnlichen hatte ich mir auch schon mal gemacht und ich liebe ihn abgöttisch.
Das Gürtelband ist aus einem wundervoll beflockten Flohmarktfund mit Schrägband umnäht auf einer Basis aus Baumwolle. Geschlossen wird er mit zwei Streifen Spitze.
Danach folgte ein bisschen Schmuck. Sie mochte den Galaxyschmuck von Miaka recht gern, also hab ich in ihren Farbwünschen zwar keinen solchen Schmuck, aber wenigstens angelehnten gebastelt. Ein Ring und zwei Manschetten sind mit den  Steinen verziert. Die Mondkette gehörte dann nicht mehr zum Set. Aber ich mag ihn sehr gern.
Als letztes hab ich noch zwei Windlichter gebastelt. 
Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht ganz, ob ihr das Paket gefallen hat. Sie schrieb zwar, dass der Rock perfekt sei, aber mehr hab ich dann nicht mehr gehört. Ich war allerdings zufrieden und sollte ich ihren Geschmack nicht ganz getroffen haben, dann ist das schade, aber passieren kann das ja auch. Sollte es doch insgesamt Anklang gefunden haben, dann freut mich das. Wie auch immer, ich hatte jedenfalls wieder einmal viel Spaß.

Und natürlich bin ich auch nicht leer ausgegangen.
Ich bin absolut verliebt in den Bolero. Er passt super und ich liebe die Verschlusslösung. Und auch, wenn Queeni behauptet, die Knöpfe würden nicht durch die Löcher passen. Stimmt nicht, alles gut :)
Das Bild hat heute seinen Platz an meiner Wand bekommen. Das ist ja sowas von so sehr meins. Ich liebe die kleine Nachtkatze.
Der Stirnschmuck ist super, der Stein hat eine wundervolle Musterung, allerdings musste ich die Kette ein wenig kürzen. Aber lieber zu lang als zu kurz. Worauf ich den Patch nähe, weiß ich noch nicht und für den Hut muss jetzt die passende Frisur gefunden werden. Aber ich werde das Designerstückchen schon unterbringen können.
Alles in allem habe ich mich über ein Paket freuen dürfen, dem man ansah, wieviel Herz, Mühe und Gedanken sich Queeni gemacht hat. Vielen Dank.

Montag, 18. Juli 2016

Rüschenfisch

Kreative Titel scheinen derzeit nicht im Angebot zu sein.
Wer meinen Blog liest, weiß, dass in der To Sew Liste schon eine ganze Weile ein Rüschenfishtail steht.
Der Rock ist schon seit zwei Tagen fertig, aber es musste ja auch noch das passende Oberteil her. Also habe ich den ersten Urlaubstag fürs Finish genutzt.
Fishtail und Bolero sind nach eigenem Schnitt, der Rock per Hand, das Jäckchen eine Mischung aus Burda, Butterick und eigenem Gutdünken.
Der Stoff war ein Sale von Stoffe.de und ich bin eine ganze Weile (zwei Tage *hüstel*) drum herum geschlichen, aber das Muster gefiel mir doch zu sehr, als dass ich hätte widerstehen können.
Ich bin von der Haptik nicht 100% übverzeugt. Der Stoff ist sehr dehnbar, was ich ja schon vorher aus dem Elasthananteil erkennen konnte, aber doch so fest, dass er sich irgendwie nach Jeans anfühlt. Trägt sich zum Glück aber angenehmer als ich beim Zuschneiden befürchtete.
Daher ist das Outfit auch nicht so sommerlich, wie eigentlich geplant. In Herbst und Winter werden die zwei Stücke wohl eher den Schrank verlassen.
Der Kragen am Bolero steht beim Tragen leider nicht so hübsch wie an der Puppe, aber dem Aussehen tut es keinen großen Abbruch, wie ich finde. Jedenfalls löste das Umklappen keinen Motivationsreflex aus, den Kragen doch bitte zu versteifen. Im Grunde ist er ja auch nur eine Resteverwertung der übrig gebliebenen Rüsche von Rock und Ärmel. 

Montag, 4. Juli 2016

Mit Tellerrock durch Leipzig

Beim Durchsehen des Blogs ist mir aufgefallen, dass ich recht nachlässig bin, was das Dokumentieren meiner Werke angeht. 
Den schlichten, schönen Alltagsdingen scheine ich gar keinen Platz einzuräumen. Ich verspreche, dass ich versuchen werde, mich zu ändern :)
Eine kleine Nachdokumentation biete ich heute bereits an, da das nächste Machwerk noch nicht fertig ist. 
Ich gebe zu, es ist kein Alltagsrock, obschon er eigentlich geeignet wäre. Zumindest vom Design. Aber da er über meinen Reifrock passen sollte, ist er nun einmal gute 115 cm lang. Und so lange Beine habe ich auch in meinen besten Alltagsschuhen nicht. Und zudem habe ich nicht mehr die geringste Ahnung, wann ich ihn genäht habe. Es war noch vor dem Umzug, ich denke, um Weihnachten herum.
Ein Tellerrock aus Satin mit Rüsche und Spitze. Fertig.
Jetzt weiß ich wieder, warum ich kleine Projekte nicht dokumentiere. Man hat ja gar nichts zu schreiben.
Die obere Rüsche ist nicht angenäht und in Leipzig hab ich sie lediglich mit einer Brosche an einer Stelle festgesteckt. So rutschte sie lustig auf dem Rock herum und ließ ihn immer wieder anders aussehen. Gefiel mir sehr.
In Szene gesetzt hat diesen Rock Thomas Freller. Es ist auch quasi völlig unbearbeitet, da mir Talent und Geduld dazu fehlen. Falls also jemand mal sein Bearbeitungstalent an ein, zwei Bildern auslassen möchte, so möge er sich melden. Ich habe natürlich die Rechte dazu bekommen, fallls es etwaige Bedenken gibt.
Das zweite Bild ist von Angelika Coufal. Auch von ihr bearbeitet :)


Montag, 20. Juli 2015

Das Mülltütenkleid

Oder auch: Ist das Kunst oder kann das weg?

Kurz nach dem WGT fand ich bei einem meiner Stoffhändler: "Glitzer Voile" Obschon man anders vermuten kann, ich habe mir tatsächlich auch nicht nur das Bild angesehen, sondern auch die Beschreibung durchgelesen.
Glitzer Voile - 100 Polyester. Aha..hm..naja, nicht optimal, aber ich schließe Polyester ja nicht kategorisch aus, wenn mir der Stoff gefällt. Kann man mit Leben. Voile...leicht, durchsichtig, weich, fließend...und auch noch glitzernd. Herz, was willst du mehr?
Also hab ich auf glühenden Kohlen gesessen, bis die Tüte mit dem Stoff kam. Aufgerissen, Stoff angefasst...öhm. Tja, weich konnte man also schon mal vergessen, was auch das fließend ein wenig verringerte. Leicht und durchsichtig traf dann zu, hat meine Enttäuschung aber einfach nicht mehr mindern können. Der Stoff fühlt sich an wie Plastik und sieht auch so aus. Ich weiß, es war Plastik angekündigt, aber Plastiktaft sieht auch nicht aus wie eine Einkaufstüte. Dazu kam, dass der "glitzer" einfach nur eingestanzte Löcher sind....in kleinen Bändern, die aussehen wie die Tonbänder von Kasetten. Gnah... 
Aber naja, ich werd den Teufel tun und einen Fehlkauf eingestehen. Und irgendwie glitzert er ja schon ein bisschen.
Also hab ich losgelegt und diesen Soff - damit er auch ja nie meine Haut berührt - mit zwei Lagen Tüll und einer Lage Nessel unterlegt und schon war ein Monstrum von Rock geboren. Der Schnitt ist recht einfach. Ein Teller mit einer Rüsche daran (wofür ich doch noch tatsächlich NOCH EINMAL diesen Stoff nachkaufen musste) Dazu kam ein Bolero für den ich den Schnitt meines Wintermantels abgewandelt habe und die Ärmel eines ganz anderen Schnittes noch drangebastelt habe.
Viel Zier ist nicht mehr am Kleid, lediglich alle Säume sind mit Spitze verziert.
Nicht, dass der Stoff so gar nicht war, was ich erwartet hatte, nein, er war auch noch der sich am auflösenste Stoff aller Zeiten. Ich konnte die Overlocksäume mit der Hand abziehen, kein Stich hielt am Rand, zog Laufmaschen und ließ sich von der Maschine auch noch fressen. Ich hab keine Ahnung, wann ich das letzte Mal an einem Kleid derart vor lauter Frust, Wut und Genervtheit gepfuscht habe. Irgendwann war mir der Saum so egal, mal schauen, ob es auf dem Picknick überhaupt durchhält.
Der Bolero ließ sich besser nähen, weil ich den Futterstoff direkt mitverarbeitet habe, aber für die Volants hatte ich dann keinen Futterstoff mehr übrig. 
Nunja....für Freitag hab ich jetzt was anzuziehen und so leicht bringt mich jetzt nicht einmal mehr Seidenbrokat auf die Palme, fürchte ich.

Mittwoch, 1. April 2015

Von Meerjungfrauen und Schmetterlingen


Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, hat sicher schon gemerkt, dass etwas fehlte. Ich habe zwar das Tutorial zum Mühlsteinkragen eingestellt, aber fertige Werke gab es bisher keine.
Das hole ich heute nach. 
Für die schönen Fotos bedanke ich mich ganz herzlich bei Elisabeth Hackmann (wer sie besuchen möchte, schaue hier:www.elfenstaub-gallery.de ) und bei der Auftraggeberin und Model viola odorata (auch hier gibt es eine wundervolle Seite zum Stöbern:www.marion-adam.magix.net )
Das Set besteht aus dem Mühlsteinkragen, Fascinator, Rock, Unterrock und Gebamsel für eben jenen Rock.
Der grüne Stoff ist wundervolle Seide, der schwarze, wenn ich mich recht erinnere Stretch-Popeline. Der Unterrock ist aus Jersey und sage und schreibe 6 Metern Tüll. Es muss ja schließlich ein bisschen fluffen :)
Der Schnitt des Rockes ist selbst (am Modell) erstellt, der untere Teil ist ein Teller. Ursprünglich wollte ich eine Kellerfaltenrüsche anbringen, aber die Seide hat sich als derart fransig entpuppt, dass ich mich doch für einen Beleg entschied. Also wurde "Schrägband" aus Seide geschnitten und unter lautem Fluchen an den Saum getackert. Das mir als Rollsaumfetischist.
Die Schmetterlinge an "Gebamsel" und Fascinator sind nach Origamianleitungen gefaltet und machen sich soweit recht gut, wie ich finde.
Das Tutorial für diese Art Fascinator folgt auf Wunsch bald. (eigentlich wär es schon fertig, wenn ich mich mal für eine fertige Deko entscheiden könnte :-D )

Mittwoch, 13. Juni 2012

Augenfutter

Seit gestern bin ich im Besitz der Bilder aus dem Shooting am WGT-Sonntag mit Sven Veo. Ich muss sagen, am Anfang hab ich die Bilder aufgemacht und war eher mäßig begeistert. Aber je länger ich sie betrachte, desto besser gefallen sie mir.
Mittlerweile finde ich sie wirklich, richtig gut. Vor allem das schwarz weiße finde ich schön.

Nachträglich bearbeitet, leider kann ich nicht mehr viel dazu schreiben, die Entstehung ist schon eine Weile her:
Ein Rüschenrock aus Baumwolle. Jeder Streifen hat noch einen Zierstich am Saum, ich glaube ich habe 6 Stunden lang nur Zierstiche genäht. Und das noch auf der alten AEG.
Ein schlichtes Korsett nach abgewandeltem Corsagenschnitt, mittlerweile hat es an Ober und Unterkante eine Spitze, weil sich die Rosen alle auflösten.
Mein heißgeliebter Mühlsteinkragen mit 15 cm Auslage und SPitze an der Außenkante. Gefüttert ist er ausnahmsweise nicht mit Vlieseline, sondern mit Steifleinen. Steht wie eine 1






Sonntag, 23. Oktober 2011

Fledermausträume

Zuerst war es 2011 ein klassischer Bahnenrock.
Ein Rock, der seine Perlenketten in einer Leipziger Strassenbahn verlor (war das peinlich, als die beim Bremsen und Gasgeben immer vor und zurückrollten. Durch den ganzen Wagen, versteht sich.). Und er passte nicht gut über den Reifrock.
Also habe ich die erste Stickerei wieder aufgetrennt und rundherum mit Nähmaschine (damals noch die AEG *würg*) und Metallgarn Ranken aufgestickt. Eine Katastrophenarbeit, da sich Maschine und Garn überhaupt nicht vertragen wollten.
Aber schlussendlich war der Rock gut. Dann kam ein Bolero dazu, mit dem ich mir einen großen Trompetenärmeltraum erfüllte. Ein Teller, vorne kurz, hinten lang. Und zwar wirklich lang.
Ursprünglich gehörten auch noch ein Kragen, ein Fascinator und ein Korsett dazu, aber die gibt es nicht mehr, im Schrank ist genug Ersatz.
Das Kleid wird mit einem Tüllunterrock getragen, damit der Rock etwas mehr Stand hat und das Metallgarn auf der Innenseite nicht an den Beinen kratzt. Schon sehr unangenehm, dieses Metallzeug.
Es war schon unzählige Male in verschiedenen Varianten in Leipzig und andernorts.Heiß und innig geliebt.

Mittwoch, 20. April 2011

"Schwarze Rose"

Nachträglicher Eintrag, das Outfit ist mittlerweile nicht mehr in meinem Besitz:

Ein Outfit für das WGT 2011. Bestehend aus Korsett, Rock und Mühlsteinkragen.
Näheres zum Mühlsteinkragen findet man hier.
Der dreistufige Rock besteht aus einem meiner Lieblingsstoffe. Ich persönlich finde einfach, dass Baumwollsatin so schön fließt und sanft glänzt und sich toll anfühlt...und so weiter *g*
Bei diesem Stück habe ich den Kampf gegen meine Megalomanie tatsächlich einmal gewonnen und er hat nur einen Umfang von 6 Metern. Die unterste Stufe ist noch mit chiffonartigem Crepestoff unterlegt, da sie an einer Stelle gerafft ist. Die besagte Stelle ist mit einer Rose, Perlenketten, Satinbändern, Spitzenapplikationen, Perlen und Strasssteinen verziert.
Das Korsett hat vier Lagen: Baumwollfutterstoff, extrem fester, dicker Nesselstoff und Kettsatin. Pro Seite 5 Spiralstäbe und ein Flachstahlstab an der Schnürung hinten. Leider bekam ich keine ganz langen schließen, daher habe ich eine kürzere einbauen müssen. Der Rest wird mit Satinband oben zugeschnürt.
Oben links und unten rechts sind jeweils 4 Rosen angenäht und insgesamt 8 Spitzenapplikationen mit Perlen und Steinchen verziert hauptsächlich auf der Vorderseite angebracht.
Etwas Faltenwurf hab ich ja immer, aber die große Falte auf der linken Seite ärgert mich schon. Alles nochmal aufmachen ist jetzt nicht mehr. Dazu hab ich keine Lust mehr. Ich hoffe, ich werde mich damit arrangieren können. Hab sie, wenn ich ehrlich bin auch erst beim Sticken bemerkt.
Der Dank für das Foto geht an viola odorata.

Freitag, 17. September 2010

"Midnights Dream"

Nachträglicher Eintrag, ich weiß leider absolut nicht mehr, wann ich das Outfit gemacht habe, das Datum ist grobe Schätzung, das Korsett und die Bluse besitze ich mittlerweile nicht mehr:
 
Der Rock: Im Grunde sind es zwei 8-Bahnen-Röcke übereinander. Der Obere ist aus mittelschwerem Baumwollsatin gerafft, mit einer 10cm Chiffonrüsche. Dazu kommen noch Satinschleifen und die Röschenborte als Verzierungen.
Der Untere ist aus Polysatinmit Samtornamenten und einer zweilagigen Rüsche wegen der Blickdichte, einmal Satin und einmal Chiffon. Hier ist nur die Röschenborte Verzierung.
Beide Chiffonrüschen sind mit Rollsaum versäubert und alle zwei Zentimeter ist eine Perle aufgenäht.
Die Röschenborte ist von mir selbst gemacht.
Zu guter Letzt ein paar Zahlen: 3m Satin, 5m Polysatin, 2.5m Chiffon, 200 Perlen 8mm, ca 900 Perlen 6mm, 22.75m Satinband 25mm, 5m Satinband 6mm und jede Menge Garn.
Das Korsett. Ich hab es eigentlich nur gemacht, weil ich fetsgestellt hab, dass ich keins aus Satin hab. Es sollte ursprünglich nur ganz schlicht werden. Und im Gegenzug zu dem, was mir zwischendurch alles einfiel, ist es das auch.
Zwei Paneele sind mit Satinband und Blumenborte verziert und rundherum läuft meine handgemachte Rosenrüsche mit Perlen bestickt.
Die Bluse ist aus schwarzem Taft und der Kragen wieder aus Satin, besetzt mit Spitze und schwarzen Strasssteinen.
Der Dank für das Foto geht an Aliza Peaks.

Montag, 6. April 2009

"Prager Nacht"

Nachträglicher Eintrag, das Outfit ist mittlerweile bei neuen Besitzern: 

Ende April 2009 entstand dieses Kleid. Das ganze ist irgendwie durch Rammstein, Loreena McKennit und einem Haufen irischer Musik inspiriert. Den Zeitaufwand weiß ich nicht mehr, allerdings hat das Rüschen und die Rüschen anstecken schon einige Stunden gebraucht.
Bei diesem Kleid hab ich mich zum ersten mal an eine Corsage gewagt, und dann auch noch Überbrust. Ich war ja nicht so wirklich überzeugt, aber das Ding sitzt 1a. Sie ist zweilagig. Das Innenfutter ist Köper, der Außenstoff etwas Batistähnliches. Die Schnürungen sind aus weißem Satinband. Verstärkt ist sie mit Flachstahl und Spiralstahl. 13 Stück an der Zahl. In die Träger ist Gummiband eingearbeitet. Die Corsage würde auch ohne Träger halten,aber ich persönlich fühle mich mit ihnen wohler.
Die Rüschen sind aus normaler schneeweißer Baumwolle.
5m schwarzer und 3m weißer Stoff sind in dem Stufenrock verarbeitet. Die Unterste Stufe ist meiner Megalomanie zum Opfer gefalllen und hat 10,5 m Umfang. An den Seiten ist der Rock zum Schnüren, da ich diesmal auf Knöpfe und Reißverschluss verzichten wollte. Allerdings werde ich doch noch nachträglich einen Reißverschluss einbauen, da der Rock an der Taille sonst zu weit bleibt.
Die Rüschen sind komplett von Hand gerüscht und mit der Zwillingsnadel aufgenäht worden. Der Rock kann mit oder ohne Tüllrock und Reifrock getragen werden.
Der Dank geht an MicTi für das Foto und artfull für die Bearbeitung. 

Text aus meinem alten Blog, gefunden im Nov 2014:
Nach vielem Überlegen und zeichnen und verwerfen und weiter überlegen, konnte ich mich ans Nähen setzen und hab wieder was zustande gebracht. Das ganze ist irgendwie ein Mix aus Bürgerkriegslady und Lolitazeug geworden. 5m schwarzer Stoff und 3m weißer Stoff. 

Bei diesem Kleid hab ich mich zum ersten mal an eine Corsage gewagt, und dann auch noch Überbrust. ich war ja nicht so wirklich überzeugt, aber das Ding sitzt 1a. Sie ist zweilagig. Das Innenfutter ist Köper, der Außenstoff etwas Batistähnliches. Die Schnürungen sind aus weißem Satinband. Verstärkt ist sie mit Flachstahl und Spiralstahl. 13 Stück an der Zahl.
Die Rüschen sind aus normaler schneeweißer Baumwolle.
Der Rock ist ein Stufenrock. Die Unterste Stufe ist meiner Megalomanie zum Opfer gefalllen und hat 10,5 m Umfang.An den Seiten zum Schnüren, da ich diesmal auf Knöpfe und Reißverschluss verzichten wollte.
Die Rüschen sind komplett von Hand gerüscht und mit der Zwillingsnadel aufgenäht worden. Ich muss ständig an Sahne denken, wohingegen meine Schwester meint, sie sähen aus wie Watte 
 

Samstag, 28. März 2009

"Morticia"

Nachträglicher Eintrag: 
Ein wirklich schöner, passender Fishtail mit einer auffälligen Verzierung spukte mir schon länger im Kopf herum.
Als ich den richtigen Samt endlich gefunden hatte, stand der Umsetzung nichts mehr im Weg.
Genäht habe ich diesen Rock im März 2009 nach eigenem Schnittmuster. 2m Samtstoff hat mich der Rock gekostet und der Zeitaufwand lag in etwas bei 5 Stunden. Der Saum hat einen Umfang von 2,40m und ist zu einem Tunnel genäht worden, in den ich Federstahl geschoben hab. Knifflig war der Abschluss des Reifens. Aber ein bisschen Isolierband und noch ein kleines Stück Federstahl haben das Problem schließlich behoben. Dazu habe ich dann von Hand eineinhalb Federboas angenäht.
Der Bund wird mit einem Knopf geschlossen, der Rest ist dehnbar genug, um über den Hintern zu passen.
Im August 2009 kam dann das passende Oberteil dazu, damit ich es auf der Hochzeit eines befreundeten Paares ausgeführt werden konnte. Model Sara trägt auf den Fotos ein schlichtes Satinkorsett dazu, ich selbst mein Taftkorsett.
Vielen Dank an dieser Stelle an den Fotografen JRM für das Bild.