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Sonntag, 8. Juli 2018

Lasst uns den Bortenwahnsinn beginnen

Natürlich muss zu dem neuen Kopfputz (herrgoth, jetzt musste ich doch tatsächlich zweimal "Kopfschmutz" verbessern) auch ein passendes Kleid her.
Mir schwebte ausnahmsweise mal nicht eine ausufernde Robe vor. Vielmehr hab ich einige der Kleider der bezaubernden Mottenprinzessin mit ihren üppigen Perlenverzierungen angeschmachtet. Und zu der letzten Hutkreation würde das ja passen.
Also habe ich mir Baumwollvoile besorgt und den Schnitt von meinem letzten Sommerkleid geschnappt. Los gings.
Die Rückenpartie habe ich diesmal nur um wenige cm angehoben. Eben soweit, dass nicht jeder direkt die Marke meines BHs unter die Nase gerieben bekommt. (Ganz ehrlich, wer denkt sich solche Schnittmuster bei großen Größen aus? Die Schwerkraft ist nun einmal stärker als Wunschdenken. Das hält nicht ohne.)
Die Ärmel habe ich ebenfalls verändert. Kurze waren in meinem Plan irgendwie störend. Und je mehr Stoff, desto mehr Platz für Deko. Zudem sind die Ärmel doppellagig aus Voile und Chiffon.
In den Rock sind diverse Keile aus Chiffon eingearbeitet, der Voile ist eh nicht ganz blickdicht, da stört Chiffon auch nicht.
Der obere Teil des Kleides wurde dann mit allerlei Borten verziert. (hier sieht es aus wie in einem Kurzwarenladen. Aber man braucht ja auch so viele verschiedene Borten)  Dank dämlicher Nadelwahl meinerseits habe ich hierbei eine ganze Packung Nadeln verbraucht. Die kamen einfach nicht durch die Pailletten. Und ganz dem Wahnsinn anheim gefallen bin ich dann auch nicht, um das alles per Hand anzunähen.
Aber eine 100er statt einer 70er Nadel tat es dann auch.
An den Ärmelkugeln habe ich CutOuts eingebaut und mit Perlen umrandet. Das hatte ich irgendwann mal auf Pinterest gefunden und endlich die Möglichkeit, es mal auszuprobieren. Natürlich mit Beleg verstärkt, sonst hätten die Perlen den leichten Stoff mit Sicherheit verzogen.
Der Saum ist mit Crinolinenband verstärkt, damit er etwas auffächert und mir nicht nur um die Beine schlottert.

Etwas länger fertig ist eine Art Überwurf aus Chiffon, ebenfalls ein Pinterestfund.
Natürlich hab ich den Halsausschnitt im ersten Moment zu groß gemacht und nun hat er hinten eine Naht, aber die fällt kaum auf. Leider rutscht das Cape immer etwas nach hinten. Bisher habe ich versucht, mit vier großen Perlen etwas Gewicht nach vorne zu bringen, aber so ganz reicht das wohl noch nicht.
Im Zuge des Herstellens habe ich auch direkt die Nützlichkeit eines Zierbandannähfußes kennen gelernt. Seit 4 Jahren liegt das Ding ungenutzt bei mir herum, aber ich denke, die ruhigen Zeiten für diesen Fuß sind vorbei.



Montag, 14. Mai 2018

Ravenclaw

Eigentlich dachte ich bis gestern, ich wäre mit den Nähereien vor de WGT durch.
Aber als Stefan gestern bei meinem Besuch ein paar Handschuhe hervorzog, die er selbst gemacht hatte, war ich (wie so oft) schockverliebt.
Ich musste das versuchen, auch wenn er mich warnte, wieviel Tüftelei dahinter steckt.
Ach, als selbstüberschätzender Autodidakt hat man das doch in zwei Minuten erledigt. Gnah...
Wenigstens hab ich nicht 3 Versuche gemacht, bevor ich auf das Burda-Schnittmuster ausgewichen bin. 
Handschuhe nähen ist furchtbar nervtötend und eine unglaubliche Frickelei. 
Aber hier konnte ich dem Endergebnis einfach nicht widerstehen. Und auch, wenn sie furchtbar unordentlich und verzogen sind, jetzt hab ich auch ein paar Rabenklauen.
Stretchsatin und Watte in die Spitzen. Fertig. In Bewegung sehen sie allerdings viel cooler aus als so still auf dem Foto.

Dienstag, 11. Juli 2017

Alltagsschwarz

Alltagstaugliche Klamotte gibt es bei mir ja recht selten, da ich zu 80% meiner Zeit ja doch irgendwie Arbeitskleidung trage und ansonsten das nutze, was eh im Schrank hängt.
Aber fürs WGT mussten es noch einmal zwei Röcke sein.
Ein langer Bahnenrock aus derselben Baumwolle wie das Sommerkleid und ein VokuHila-Tellerrock aus Chiffon. Der Chiffon war das Einzige,was ich noch übrig hatte und in Frage kam.
Schnell genäht und mit Gummibund oben abgeschlossen.
Dann folgten vor kurzem zwei Umhänge, Capes, Westen, Jacken....was auch immer.
Sehr einfach, da das Ganze aus einem Vollkreis besteht, in den man zwei Armlöcher schneidet. Der Prototyp nach Anleitung aus Pinterest ist mir ein wenig kurz geraten und aus einem ziemlich undefinierbaren, dafür nicht blickdichten Irgendwas aus Polyester. 
Wie gesagt, recht kurz. Bisher kam er noch nicht zum Einsatz. Allerdings ist mir die Position der Arme viel besser gelungen als beim zweiten Versuch.
Der zweite Versuch ist aus paillettenbesetzter Spitze, um Einiges länger und hat in letzter Zeit schon so einige Male Tageslicht gesehen.
Aber hier ist er quasi "zu groß" geraten, daher habe ich zwischen den Ärmeln eine Kellerfalte eingefügt, damit mir das Dings nicht immer von den Schultern rutscht.

Dienstag, 28. Februar 2017

Das Vertreiben der Wintergeister

Normalerweise läuft der Halloween-SWAP im Naehkromantenforum auch zu Halloween. Aus irgendeinem Grund lief es im Oktober 2016 aber nicht und so entschlossen sich ein paar kleine Wichtel, Halloween in den Januar zu verlegn und die Wintergeister damit zu vertreiben.
Da mein Paket gestern ausgepackt wurde, kann ich meine Ergebnisse nun auch mal zeigen.
Ich muss zugeben, es fiel mir unglaublich schwer, in halooweenige Gefilde abzutauchen und ich finde mein Paket absolut nicht "spooky". Aber trotzdem hat sich Aleatha über meine Werkeleien gefreut.
Sie liebt Oktopoden. Und ich mag Tentakel auch, habe das aber noch nie in mein Wohlfühlräumchen einbauen können. Also hab ich die Chance genutzt und mich mit Tentakeln ausgelebt. Und außerdem waren ihre Wünsche ganz wunderbar benannt, daher gab es eine "Monsteraugenkette" und einen "Schal mit Ohren".
Dazu kamen noch eine Flederkaninchenmaus und ein Muff.
Ursprünglichwar das Kuscheltier gar nicht geplant. Es sollten eigentlich Hausschuhe werden. Allerdings sind die nach dem Dritten Versuch im Müll gellandet. Dann wollte ich eigentlich Mug Rugs machen, aber vorher entstand dieses schräge Vieh aus Kunstfell und sagte mir eindringlich, es wolle mit dem Paket reisen, ganz egal, wie sehr ich es auch mit Liebe überschütten könnte.
Die Kette ist aus Fimo gemacht, das Auge im Inneren mit Nagellack und Lidschatten. Man kann übrigens Nagellack und Lidschatten im Ofen backen, wie ich festgestellt habe. 
Schal und Muff sind aus Molton und Fleece, die kleine Fledermaus aus Kunstfell und - äh - silbernem Zeugs.
Trotz aller Widrigkeiten wie Arbeit, grippalem Infekt und Urlaub hat mir das Wichteln wieder einmal viel Spaß gemacht.
Der Schlüsselanhänger leuchtet im Dunkeln und war usprünglich als Tasche auf dem Schal geplant. Dämlich, wie ich mich nun mal anstellen kann, hab ich die Taschen direkt falsch aufgenäht, nicht genug Leuchtgarn gehabt und sie hinterher einfach umfunktioniert.

Ich selbst bin auch nicht leer ausgegangen und mehr als begeistert. Ich hab 4 Fledermäuse zum Aufhängen bekommen, ein Paar Ohrringe, einen 3D-Frankenstein im Bilderrahmen und eine Keksform in form "meiner" Katze. Das ist so saucool. Fledermäuse und Bild hängen auch schon, die Ohrringe trage ich auch, nur zum Kekse backen werd ich heut nicht mehr kommen.
Fade, daff keine Fokolade dabei war *mampf* If hab keine gefehen :-D

Dienstag, 17. Januar 2017

Endgegner Handtasche

Wie immer fängt das Jahr bei mir sehr langsam mit sehr wenig Genähtem an. Das ist hauptsächlich meiner Arbeit und dem daraus resultierenden Mangel an Kraft und Motivation geschuldet. Ich bin ja froh, wenn ich mich zu überhaupt etwas aufraffen kann. Erfahrungsgemäß sollte es ab Mitte/Ende Februar wieder bergauf gehen.
Aber wenigstens eine Kleinigkeit liegt hier schon ein paar Tage herum und wartet auf Dokumentation. Zu meinen erklärten Feinden im Bereich des Nähens gehören neben Stehkrägen auch Handtaschen. Keine Einzige hat jemals mehr als zwei Wochen überlebt, wenn sie denn überhaupt erschaffen wurde. Oft erstickten alle Pläne schon im Keim und scheiterten an Erwartung und fehlendem Können.
Fakt ist aber, dass ich nicht wollte, dass Thorsten schon wieder auf dem WGT alle 30 Minuten meine Handtasche sortieren muss, damit sie überhaupt zu geht. Und da eben diese mittlerweile ihr Leben ausgehaucht hat und alle anderen nicht groß genug oder zu nervig waren, musste eine neue her.
Nach stundenlanger Schnittmustersuche im Netz stand fest. Es gibt keins. Also zumindest nicht das, das ich mir in den Kopf gesetzt hatte. Und ein anderes kommt natürlich nicht in Frage.
Nach einigem Kopfzerbrechen hatte ich dann vier selbst gezeichnete Schnittteile vor mir liegen und hab sie zweifelnd auf Moosgummi übertragen.
Ursprünglich wollte ich Steifleinen als Grundlage verwenden, aber meine Ungeduld wollte nicht auf die Post aus England warten. Zudem hatte ich noch den letzten Taschenversuch deutlich vor Augen, der am Beziehen des Steifleinens scheiterte.
Tatsächlich hat das Beziehen, zusammennähen etc recht gut funktioniert. Die Innentasche (natürlich gefüttert und mit Reißverschluss verschließbar - wer will es denn schon einfach, wenn er es nicht kann) habe ich allerdings hauptsächlich mit der Hand eingenäht. Überhaupt war es eine ganze Menge Handnähen, denn die Borte (aus Satinband selbstgeflochten) hätte unter der Nähmaschine sehr verloren.
Nunja, lange Rede, kurzer Sinn, die Tasche ist fertig und hält hoffentlich. Also wenigstens ein WGT und einen Winterball lang.

Donnerstag, 24. November 2016

Man redet nicht über Unterwäsche

Tu ich auch nicht, denn es geht eher um Zwischenwäsche.
Halloween ist noch fast ein Jahr hin und eigentlich hätte ich ganz andere Dinge zu nähen, aber man kann ja schon mal nebenher anfangen.
Und ich werds sicher auch schon vorher brauchen können.
Das eben angesprochene Kleid braucht mehr Unterbau als ich bisher so hatte. So entstand als erstes ein Unterrock für Schleppenröcke. Bisher hab ich mir mit mittelmäßigem Schleppenschutz beholfen, aber so das wahre war es nicht.
Schnittmuster ist der TV 208, genäht aus allem, was mein Restefundus und sonstige Kisten hergaben. Für die Basis habe ich hauptsächlich sehr schwer Stoffe genommen, die zwar toll, aber leider nicht mehr genug für ein Kleid waren.
Die Rüschen sind aus allem, was meine reste so hergaben. Der rest toile de jolie, Gabardine, Baumwolle, Ditte etc. Innen habe ich Bänder an der Schleppe befestigt, so dass man sie etwas mehr nach hinten ziehen kann und der Rock nicht zu sehr zur Seite aufklafft.
Geschlossen wird das gute Stück mit einem reißverschluss.

Und weil der Rock so unglaublich schwer ist, sackte mir mein Hummer zu sehr ein, also kam noch eine Stabilitätshilfe dazu. Ich wollte schon immer ein Pokissen nähen, hätte mir aber das Erstellen eines Schnittmusters viel schwieriger vorgestellt. Aber so schwer war ein Halbmond dann doch nicht zu zeichnen. Weil es ja doch nur untendrunter getragen wird, habe ich einfach - mal wieder - einen Rest Gabardine verwendet, den ich noch von Max´ Uniformjacke übrig hatte und hab es auch nicht gewedet, sondern einfach von außen zugeoverlockt.
Allerdings gefiel mir die Naht so dann doch nicht sehr gut, weshalb ich sie mit dem rest einer Rüsche bedeckt habe. (Ja, ich hebe auch alle Rüschenreste auf. Wer weiß, wofür man sie mal brauchen kann).

Dienstag, 22. November 2016

Wunderweicher Wunschtausch

Was lange währt, wird auch gut. 
Auf dem WGT beschlossen die liebe Simone und ich einen Tausch. Ein großer Herzenswunsch meinerseits war ein ganz bestimmtes Lacetuch. Da ich ja absolut nicht stricken kann und ehrlich gesagt aufgrund meiner eigentlichen Abneigung gegen Wolle auch keine Notwendigkeit sehe, es zu lernen, hatte ich es bereits mal bei jemandem bestellt, der Wolle verkaufte und auch Strickarbeiten anbot.
Das Ergebnis war - gelinde gesagt - eine Katastrophe und mein Tuch rückte in weite Ferne. Aber die liebe Simone erklärte sich im Tausch gegen Schmuck bereit, mir eines zu stricken.
Und es ist so, so, so so wunderschön geworden. Aus wunderbar weichem Garn, das überhaupt gar nicht kratzt. Und sie hat ganz viele Perlen eingewebt, die mein Herz direkt höher schlagen lassen. 
Und es kam noch ein kleines Extra mitgereist, mit dem ich gar nicht gerechnet hab. Ein hübscher Kragen aus demselben Garn wie das Tuch. So weich und so hübsch.
Ich hätte nie gedacht, dass mir Wollteiel doch einmal so gut gefallen. Vielen, lieben Dank, ich bin wirklich völlig hin und weg.

Da kommt mir mein kleines Paket fast undankbar vor. Wahrscheinlich fänd ich ohnehin nur ein diamantenbesetztes Diadem angemessen. Aber das ist es nun doch nicht geworden. Ich hab einige Dinge nicht neu erfunden, aber nach eigenem Wissen umgesetzt und nach meinem Geschmack geformt.
Als erstes entstand ein Perlencollier mit Sarg. Leider ist peinlicherweise bereits eine der Ketten gerissen und ich muss es noch reparieren. Soviel zu "reißfestem" Faden.
Bald darauf folgten ein Medaillon mit blau/grün/schwarzem Stein und zwei Paar Ohrringe. Ein paar sind ein wenig abgewandelte Lilien, das andere sind zwei assymetrische Teilchen. Der Mond hat es mir aber derzeit auch einfach angetan.
Und ich weiß, ich habe versprochen, erst mal keine Hood mehr, aber nunja, war ein Versprecher, ekein Versprechen, wie es scheint. Aus mit Pailetten besetzter Spitze entstanden Hood und passender Kragen. Ein wenig Opulenz musste in das Paket, sonst wäre es ja nicht von mir gewesen.
Und wo wir gerade bei Opulenz sind. Ein Spitzencollier darf niemals fehlen, wenn der Schmuckschrank vollständig werden soll. Auf Basis einer Ausschnittspitze ist mit Perlen, Blumen und Steinen dann ein Collier entstanden, mit dem ich doch recht zufrieden war. Der Stein ist, wie bei Hood und Kragen mit dem Glitzer und dem Nagellack gefärbt.
So völlig anders als das, was ich sonst so biher gewerkelt habe, ist das Armband mit der Spinne. Armband trifft es auch nicht ganz, eigentlich ist es eher ein Slave. Die Spinne passt bei mir genau auf den Handrücken, leider weiß ich nicht ganz, ob das bei Simones zierlichen Händen auch funktioniert, aber ich hoffe das Beste. 
Das letzte ist ein Set aus blutroten Perlen.
Ich wollte das gerne schon immer mal machen, trage aber leider selbst kein rot. Ich liebe diesen Touch von "aufgeschnittener Kehle", die man im ersten Moment haben könnte. Aslo mir ging das jedenfalls so, wenn man die Kette von weitem sieht.
Nicht auf den Fotos ist ein kleines Experiment. Ein Ohrring mit zwei Steckern, der mit Ketten verbunden ist. Ließ sich einfach miserabel fotografieren.

Samstag, 15. Oktober 2016

Intrigued by Chaos

Obschon ich anderes befürchtet habe, trage ich meinen Messi-Schmuck oft und gerne.
Also dachte ich mir, in die Richtung muss noch etwas her. Gesagt, getan und der Nachtkatzsche Wahnsinn schlug mal wieder mit völliger Übertreibung zu.
Geplant war ein schlichter Kragen mit einigen Zierelementen am Rande. Schön ordentlich in Reihenfolge.
Kragen: Check. Zierelemente: Check. Am Rand. Check. Schlicht: Fail. Ordentlicher Fail.
Jetzt ist er nicht mehr unbedingt im Alltag tragbar, aber ich werde hier auch nicht den Tag vor dem Abend loben. Man weiß ja nie.
Das Schnittmuster ist das aus Panzertape, das ich auch für den letzten großen Kragen verwendet habe. Ich wollte ihn gerne noch etwas optimieren, da er hinten rechts am Hals Falten schlägt, aber mit aller Fummelei und nach vier Versuchen war ich leider zu unfähig dazu. Ich bekomme die Rundung wohl ohne neues Schnittmuster nicht hin. Wenn ich mal wieder Lust dazu habe, mich einwickeln zu lassen, vielleicht. Bis dahin bleibt es erst einmal ohne Änderungen so. 
Unter all dem Silber und Schwarz ist Taftband so unordentlich wie möglich aufgenäht. Das allerdings im Gegensatz zum Schmuck rundum. Denn der Schmuck sollte auch rundum gehen, aber irgendetwas in meinem Kopf wehrte sich dagegen. Jetzt geht das Silber nur bis auf die Schultern.
Die Zierelemente sind wieder reiner Stash-Abbau. So langsam kommt der auch an seine Grenzen. Viel ist nicht mehr übrig.
Bei diesem Kragen habe ich die Schmuckelemente einfach der Reihe nach angebracht, wie es mir in den Sinn kam. Aus Erfahrung weiß ich ja, dass es keinen Sinn hat, vorzulegen und ein Foto davon zu machen. Man bekommt es ja doch nie wieder so hin. Und bevor wieder die Frustration einsetzt, weil das Vorgelegte so viel besser aussah eben direkt annähen.

Donnerstag, 29. September 2016

Etwas Altes, etwas Neues

Nichts Geliehenes und nichts Blaues.
Ich war heute sehr fleißig und habe einen wahren  Fotomarathon hinter mir.
Leider kann ich Einiges davon noch nicht zeigen und es fehlen auch noch das ein oder andere Teil und beim Kissen war ich heute abend zu faul für den Reißverschluss, aber im selben Zug habe ich auch Anderes fotografiert.
Heute hätten wir einmal zwei Gürtel.
Die Machart kennt man aus dem letzten SWAP-Post.
Der Gürtel mit den Pailletten war der Prototyp und hat nun auch schon schon einige Monate auf dem Buckel.  Aber Paillettenstoff passt ja nun leider nicht zu allem (was mich in den letzten Wochen aber auch nicht gestört hat) und daher musste ein weniger schillerndes Lieblingsteil her.
Bei Amazon wurde ich auch endlich fündig, was Schnallen betraf, die mir vorschwebten. 
Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Einen doppelten Streifen Stoff mit Schrägband einfassen, die Schnallen befestigen fertig. Zum Binden nimmt man etwas langes, was einem gefällt. 
Im Paillettenfall sind das zwei unversäuberte Streifen Spitze, im Polyesterfall viele Bänder. Satinbänder, Organzabänder, Lurexbänder und Ätzspitze. Die drei Ersteren habe ich noch mit allerlei Perlen verzier, damit sie etwas mehr Gewicht bekommen und isch nicht zu leicht verheddern.

Donnerstag, 28. April 2016

Außer Kragen nichts Neues

Kennt ihr das?
Jahrelang liegt etwas im Schrank und man braucht es nicht. Mag es immer mal wieder nutzen, aber irgendwie passt es nicht zum Rest oder es ist einem doch nicht danach oder, oder, oder.
Dann schließlich gibt man sich einen Ruck, gibt das Schmuckstück weiter und dann.... keine gefühlte zwei Sekunden später braucht man genau DAS Teilchen, was man ja gerade weg gegeben hat. Und zwar genau das.... gnah....
So ging es mir mit einem meiner Krägen. Ich freue mich wie Bolle, dass er in gute, wertschätzende Hände gekommen ist, aber gleichzietig heißt das auch für mich: den wird es kein zweites Mal geben. Also ran an die Nähmaschine (ich kann Korsettfutter einfahc nicht mehr sehen) und einen Ersatz gezimmert.
Und wie das Leben so will, sieht er....völlig anders aus. Also anders als der andere und als der geplante aber genauso wie der Rest meiner Sachen...irgendwie. Macht nichts, hauptsache, mir gefällt er.
Hauptstoff ist Satin. Ein Halsband, an das ein gerüschter Satinstreifen genäht, welcher selbst noch mit Spitze verheiratet wurde. An der Oberkante ebenso Spitze und auf das ganze Ding noch eine Borte mit Perlen.
Durch die vielen Lagen macht er einen ganz schönen Halsumfang (auf dass kaum noch eine Kette drumpasse*seufz*) aber ich bin ein bisschen verliebt.


Sonntag, 16. August 2015

Aus Panzertape wird Kragen

Da meine Arbeit an der Nüre nicht so recht voran schreiten möchte, entstand gestern ein kleines Zwischendurch-Projekt.
Ich wollte schon immer gerne einen hohen Kragen, der nicht angesetzt wird, sondern direkt aus dem Oberteil bis an die Ohren und unter das Kinn geht. Aber das als Schnittmuster aufzutreiben erwies sich als unmöglich. Die letzte dahingehende Enttäuschung war mein - trotzdem geliebter - Capeschnitt von Ageless Patterns. Wieder nur ein angesetzter Streifen, der von anschmiegsam weit entfernt ist.
Im Schnittmuster durch Rechnen erstellen bin ich allerdings eine absolute Niete. Oder mein Körper weigert sich einfach innerhalb eines Probeteils seine gemessenen Maße beizubehalten. Ob aber nun Formwandler oder Antimathematiker, das Problem blieb.
Aber wenn man eine Schneiderpuppe und einen Korsettschnitt mit Panzertape machen kann, warum sollte das nicht auch mit einem Kragen funktionieren?
Gesagt getan, gestern wickelte ich mich also erst in Frischhaltefolie ein, um mich dann von einem extrem zweifelnden, kopfschüttelnden und "Das funktioniert so nie" murmelnden Herzallerliebsten mit Panzertape bekleben zu lassen.
Nunja, es lief nicht so glatt (wörtlich gemeint) wie ich das gern gehabt hätte, aber irgendwann hatte ich eine Schicht Panzertape mit groben Zeichnungen auf dem Körper, aus dem ich mich dann herausschneiden ließ. Nach ein paar Korrekturen, habe ich die Tapeteile auseinandergeschnitten und auf Papier übertragen. 
Der Rest ist typische Näherei. Schnittteile ausschneiden und aneinander nähen, versäubern, verzieren, Knöpfe dran, fertig.
Verwendet habe ich einen Jeansähnlichen Futterstoff, weil ich etwas Stand haben wollte und mir der Hals nicht gleich wieder nach unten klappt. Am Halsausschnitt habe ich relativ schwere Spitze verwendet, am unteren Saum die opulenteste Borte, die ich in meinem Sortiment finden konnte. 
Ursprünglich wollte ich gerne den kompletten hinteren Teil mit Knöpfen schließen, habe mir aber mit dem zuerst Spitze annähen selbst ein Bein gestellt. Nun müssen drei Knöpfe reichen.
Mit dem Schnitt bin ich soweit zufrieden, er wirft hier und da Falten, mit denen ich mich vielleicht noch einmal genauer befassen müsste, wenn ich den nächsten Kragen nähe. Aber fürs grobe Erstellen, ist Panzertape tatsächlich super.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Möchte-gern-Tribaldance

Dank der Streiksituation bei uns auf der Arbeit liegen hier 4 angefangene Großprojekte, für die ich abends einfach keine Motivation aufbringen kann. Und UFOs frustrieren, wie jeder weiß.
Um wenigstens mal wieder einen kleinen Erfolg zu erleben, habe ich mich am Montag aufgerafft, als meine Perlenborte kam und sie in das dafür vorgesehene Projekt verarbeitet.
Ich würde unglaublich gerne in eine Tribal Gruppe gehen, aber erstens weiß ich nicht einmal, ob es hier überhaupt einen Stamm gibt und zweitens weiß ich umso genauer, dass ich mich nach der Arbeit (wenn ich es denn rechtzeitig schaffen würde) kaum noch aufraffen könnte, mich wirklich noch dazu bringen zu können.
Aber das hält ja nicht von der Mode ab und so entstand am Montag ein Gürtel nach Tribaldancevorbild. Ich habe mich diesmal sehr genau an die Inspirationsvorlage gehalten, weil ich den Kaufgürtel fast perfekt fand (abgesehen von der Größe und dem Material.
Die Basis besteht aus zwei Lagen fester Baumwolle nach eigenem Schnitt noch verstärkt durch falsche Belege mit Schrägband. Darauf habe ich diverse Spitzenapplikationen genäht, die unter zwei Borten fast verschwinden. Die obere Borte habe ich auf dem letzten Stoffmarkt gefunden, aber nur zwei Meter mitgenommen, weil sie einfach zu teuer war. Ist auch gut so, sie kann nämlich nur per Hand angenäht werden....
Die untere Borte ist ein Rest von einem vernichteten Korsett gewesen, die ich auf besagtem Stoffmarkt leider nie wieder gesehen habe. Darunter ist die Perlenborte angebracht und in der Mitte schlussendlich die allseitsbeliebte Perlenapplikation, die wir alle so gerne verwenden. Zum Glück hatte ich noch genau eine übrig.
Geschlossen wird der Gürtel hinten mit einem Band und Ösen.
Bisher passt er ganz gut, aber ich habe den Umfang doch recht großzügig berechnet, abnehmen sollte ich nicht, sonst rutscht er mir noch über das Hinterteil und hält nicht mehr auf der Hüfte.
Ich denke, er wird mich aber aufs Amphi begleiten.

Freitag, 14. Mai 2010

"Blossom Blue"

Nachträglicher Eintrag, Text von meiner alten Homepage:

Ein Auftragsset bestehend aus Korsett, Fascinator und Halsband.
Genäht habe ich alle Drei im Mai 2010. Das Korsett ist vierlagig und als kleine Besonderheit habe ich als dritte Lage Leinen, das noch von meiner Urgroßmutter stammt, verwendet. Da der Stoff für sich schon so spricht, sollte das übrige ChiChi eher schlichter werden. Fascinator und Halsband sind mit jeweils einer Perle bestickt und mit Schrägband umschlossen. Am Fascinator sind zusätzlich noch Marabufedern, eine Blume aus dem blauen Stoff und etwas Schleiertüll angebracht.
Am Korsett selbst sind lediglich einige Satinstreifen zur Zier angebracht.
Und wie man sieht, steht es der Auftraggeberin wunderbar. Vielen Dank an dieser Stelle an Model Viola Odorata und Chicksal für das wunderschöne Bild.