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Sonntag, 8. Juli 2018

Lasst uns den Bortenwahnsinn beginnen

Natürlich muss zu dem neuen Kopfputz (herrgoth, jetzt musste ich doch tatsächlich zweimal "Kopfschmutz" verbessern) auch ein passendes Kleid her.
Mir schwebte ausnahmsweise mal nicht eine ausufernde Robe vor. Vielmehr hab ich einige der Kleider der bezaubernden Mottenprinzessin mit ihren üppigen Perlenverzierungen angeschmachtet. Und zu der letzten Hutkreation würde das ja passen.
Also habe ich mir Baumwollvoile besorgt und den Schnitt von meinem letzten Sommerkleid geschnappt. Los gings.
Die Rückenpartie habe ich diesmal nur um wenige cm angehoben. Eben soweit, dass nicht jeder direkt die Marke meines BHs unter die Nase gerieben bekommt. (Ganz ehrlich, wer denkt sich solche Schnittmuster bei großen Größen aus? Die Schwerkraft ist nun einmal stärker als Wunschdenken. Das hält nicht ohne.)
Die Ärmel habe ich ebenfalls verändert. Kurze waren in meinem Plan irgendwie störend. Und je mehr Stoff, desto mehr Platz für Deko. Zudem sind die Ärmel doppellagig aus Voile und Chiffon.
In den Rock sind diverse Keile aus Chiffon eingearbeitet, der Voile ist eh nicht ganz blickdicht, da stört Chiffon auch nicht.
Der obere Teil des Kleides wurde dann mit allerlei Borten verziert. (hier sieht es aus wie in einem Kurzwarenladen. Aber man braucht ja auch so viele verschiedene Borten)  Dank dämlicher Nadelwahl meinerseits habe ich hierbei eine ganze Packung Nadeln verbraucht. Die kamen einfach nicht durch die Pailletten. Und ganz dem Wahnsinn anheim gefallen bin ich dann auch nicht, um das alles per Hand anzunähen.
Aber eine 100er statt einer 70er Nadel tat es dann auch.
An den Ärmelkugeln habe ich CutOuts eingebaut und mit Perlen umrandet. Das hatte ich irgendwann mal auf Pinterest gefunden und endlich die Möglichkeit, es mal auszuprobieren. Natürlich mit Beleg verstärkt, sonst hätten die Perlen den leichten Stoff mit Sicherheit verzogen.
Der Saum ist mit Crinolinenband verstärkt, damit er etwas auffächert und mir nicht nur um die Beine schlottert.

Etwas länger fertig ist eine Art Überwurf aus Chiffon, ebenfalls ein Pinterestfund.
Natürlich hab ich den Halsausschnitt im ersten Moment zu groß gemacht und nun hat er hinten eine Naht, aber die fällt kaum auf. Leider rutscht das Cape immer etwas nach hinten. Bisher habe ich versucht, mit vier großen Perlen etwas Gewicht nach vorne zu bringen, aber so ganz reicht das wohl noch nicht.
Im Zuge des Herstellens habe ich auch direkt die Nützlichkeit eines Zierbandannähfußes kennen gelernt. Seit 4 Jahren liegt das Ding ungenutzt bei mir herum, aber ich denke, die ruhigen Zeiten für diesen Fuß sind vorbei.



Donnerstag, 15. Februar 2018

Ein Mantelkleid

Lange Zeit war es hier sehr ruhig. Was nicht bedeutet, dass ich untätig war. Ein Herzköniginnenkostüm für eine Freundin, neuer Schmuck, ein Nachthemd und eine weitere Patchworkdecke sind nur kleine Beispiele für mein Schaffen.
Aber ich hatte eine Weile kein Bildbearbeitungsprogramm und hauptsächlich keine Motivation zum Schreiben. Irgendwie scheinen Blogs nicht mehr gern gelesen zu werden und da ist die Frage , ob sich ein Weiterführen dieses Blogs überhaupt lohnt. Denn nur für mich kann ich mir auch einen Ordner auf dem PC anlegen.
Nichtsdestotrotz, heute ist Motivation da und daher gibt es einen neuen Eintrag.
Letzte Woche Dienstag setzte sich die Idee in meinem Kopf fest, doch bitte bis Sonntag morgen ein neues Kleid fertig zu haben. Zum Glück musste ich nur ein einziges Mal anprobieren beim Nähen und Probeteile sind auch nicht nötig. Dazu hab ich den Schnitt zu oft benutzt.
Was soll ich sagen, Samstag Abend halb 10 war der letzte Knopf angenäht. Aufgrund des Zeitdrucks habe ich ein paar Änderungen im Design gemacht, bin aber recht zufrieden mit dem ergebnis, auch wenn nicht soviel Deko  am Kleid ist, wie geplant. Überhaupt hat es eher Manteloptik als Kleiderdesign.
Blusenstoff und irgendein "angeblich soll ich funkeln" Jacquard wurden als Basis genommen, Kleidertaft dann für die Akzente. Am meisten Kopfzerbrechen hat mir die Front gemacht. Ich hab ja keinen Schnitt in der Art zu Hause. Ursprünglich wollte ich gerne eine Wechselfront machen. Das hätte aber bedeutet, die Knöpfe auf den Mantel zu machen und nicht auf die Front. Dann würde die Front außen überlappen, anstatt sich hinter dem Mantel verstecken zu können. Bah Pfui...geht gar nicht. Also keine Wechselfront.
Der Rock wird nur mit einem Knopf geschlossen, weil ich den Gummizug nicht durch den Bund bekommen hab. Hält aber auch so ganz wundervoll.

Freitag, 26. Januar 2018

Und nachts ein Hippie??

Auf einzelnen Wunsch noch ein nachträglicher Blogeintrag.
Normalerweise mache ich ja kaum Probeteile. Ich hasse diese Stoffverschwendung. Aber für die neue Chemise musste ich doch einmal grob die Größe überprüfen, weil ich die alte noch auf der SchrottAEG genäht hatte.
Naja, ich vermute jeder von uns hat irgendwo noch diese riesigen Batiktücher aus den 90ern herumliegen.
Meines hatte bereits eine erste Karriere als Gardine hinter sich und wanderte nach dem Umzug in die Futterstoffkiste.
Aber bisher hatte ich nie das Bedürfnis, meine Kleider in blauer Batikoptik zu füttern, da kam er mir für das Probeteil gerade recht. Nachdem also die Größe geklärt war, kamen noch eine Rüsche, zwei Ärmel und ein Gummizug an das Probeteil und siehe da, es ward ein Nachthemd.
Urgemütlich, nicht zu warm und aufgrund seiner Optik einfach nirgends als im Bett tragbar, wenn es gemütlich werden soll. Schön und sexy ist halt anders.

Montag, 10. Juli 2017

Sommerkleid - Endlich erfolgreich

Es ist ja nicht so, als würde ich überhaupt nicht nähen, aber derzeit hält sich meine Motivation für Großprojekte in Grenzen.
Also habe ich mich zum 4. Mal an den Versuch eines Sommerkleides gesetzt. Der erste war eine Chemise a la Reine. Das sah allerdings bei mir nach einer Chemise a la Marshmallow aus. Fail.
Der zweite Versuch war ein kurzes Kleid nach "Elbenkleidschnitt" von Simplicity (glaube ich). Falsche Stoffwahl, relativ sackig. Fail.
Der dritte Versuch war eine abgewandelte Chemise a la Reine. ich lerne ja auch einfach nicht. Fail.
Aaaaaber nach wirklich intensiver Suche bin ich über ein Vogue-Brautkleidschnittmuster gestolpert. Und ich hatte ja noch diesen weichen, luftigen, fließenden Baumwollstoff.
Was soll ich sagen. Endlich hats mal funktioniert. Ich musste nicht einmal groß etwas ändern. Natürlich stimmt hier auch nicht alles. Meine Nähmaschine hat mal einfach mit der Spannung gespielt und jetzt hab ich - ich nenn es mal - Meeresrauschen im Kleid. Es schlägt Wellen.
Aber es tut dem Fall nur minimal Schlechtes an. zumindest bis zum nächsten Kleid kann ich außerordentlich gut damit leben.
Die Ärmel sind MArke Eigenkonstruktion und sehr lang, dafür aber ab Mitte Oberarm offen. Die musste ich leider etwas stückeln, weil mir der Stoff ausging. 
Geschlossen wird das Kleid im Rücken mit Reißverschluss.
Aufgrund einiger Rezensionen im Internet hab ich schon beim Aufzeichnen und Zuschneiden den Rückenausschnitt angehoben. Um sage und schreibe 15 cm und trotzdem sitzt er noch sehr tief. Dabei ist das Kleid gar nicht als Rückenfrei gekennzeichnet.
Aber jetzt hab ich ein (leider bei etremer Schwüle auch nicht sehr hilfreiches) Sommerkleid.

Mittwoch, 8. März 2017

Aus Langweilig mach Drama

Vor genau zwei Jahren entstand meine Anglaise aus Seidentaft und Seidenbrokat.
Obschon sie mit nach Leipzig kam, erlitt sie das Schicksal, das oft meine Kleider trifft. Ich mag sie in etwa eine Woche und dann werden sie mir langweilig. Dieses Kleid wurde mir sogar so langweilig, dass ich schon überlegt habe, ob ich es verkaufe. Aber die Verarbeitung (ein danke an den Stoff, der einfach nicht wollte wie ich) erschien mir nicht gut genug dafür. Und ehrlicherweise war der Brokat viel zu teuer, um in der Tonne zu landen.
Also blieb mir nur ein Ändern. Üblicherweise ist mir das zu viel Arbeit und ich neige zur Verschlimmbesserung in solchen Fällen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und soviel hab ich nicht einmal ändern müssen, damit sie mir jetzt wieder gut gefällt.
Der Rock aus Seidentaft wurde durch einen aus Kettsatin ersetzt. Da mir der alte Fall des Rockes viel zu gerade war, habe ich direkt einmal 6 Meter Grundumfang mit 12 Metern Rüsche genommen. Mit Gummizug, weil Bänder das Gewicht des Rockes gar nicht halten könnten.
Dann habe ich an die schlichten Ärmel Volants angesetzt. Die obere Schicht wieder Kettsatin und zwei Schichten Spitze mit gerüschter anderer Spitze. Ich liebe es. Das gab direkt einmal mehr Drama, wie es sein soll.
Es folgten Ketten und Blüten am unteren Teil des Oberteils und Schmuck für den Ausschnitt. Natürlich abnehmbar, damit ich das Kleid überhaupt noch anziehen kann.
Als letztes und eigentlich eher aus Langeweile entstanden ist der Stehkragen. Der Schnitt klappte direkt auf Anhieb, was mich ja doch mit etwas Stolz erfüllt. Die Basis ist Buckram, bezogen mit Kettsatin. In das Schrägband habe ich noch Hutdraht gezogen, in der Hoffnung, dass er auch wirklich immer und überall die Form behält.
Hinten habe ich eine Schleife angenäht  und am Rand des Kleides die Kokarde vom Gürtel. Ich mag sie und wollte sie so ungern nicht verwenden.
Insgesamt bin ich jetzt wesentlich zufriedener als vorher, jetzt sieht die Anglasise doch eher nach einem von meinen Kleidern aus.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Front Zone Gown a la Nachtkatze

Schon lange bin ich um die Zone Front herum geschlichen, was mir aber nie wirklich sicher, wie der Schnitt denn nun genau in der Art funktionieren soll, damit esdas Stück ist, das mir gefällt.
Aber nach ein bisschen Rat suchen im KG Forum und erneut viele, viele Bilder anstarren, hab ich es nun doch einmal gewagt.
Das Kleid ist tatsächlich in 3 Tagen fertig gewesen (zusammen gerechnet, ich stecke ja derzeit wieder bis über beide Ohren in Paketen und Arbeit) und ich habe eine ganze Menge unhistorisch gemacht.
Als erstes habe ich die Jupe nicht mit Bändern zum Befestigen genäht, sondern tatsächlich mt Gummiband. Die anderen rutschen bei mir immer ganz fürchterlich herunter, die hier sitzt perfekt, wo sie soll. Funktion vor Historie diesmal. Zudem ist der Rock tatsächlich eine Mogelpackung geworden. Ich hatte nicht mehr genug von dem wundervollen Satin (nachkaufen ging nicht, da er in dem grandiosen Paket der lieben Annelie von Übel war), also musste für die Rückseite der letzte Rest vom Vorhang meiner Umkleidekabine aus dem Rabenschwarz herhalten. Die Saumweite habe ich diesmal auf gute 4 Meter gebracht. Es fällt besser, als wenn ich bei den 3 von sonst geblieben wäre.
Der Oberstoff war ein Traum von Stoff-handel.de (natürlich gibts ihn nicht mehr) und ging bis auf den letzten cm drauf.
Unter anderem war das dem cartridge Pleating zu verdanken, dass ich zum ersten Mal versucht habe. Und ich glaube, das ist die Antwort auf viele vergangene Fragen. Es bedeutet eine Menge Handnähen, aber - oh my goth - dieses Volumen, diese Falten, dieser Fall. Der Überrock hat also demnach jetzt 6 Meter Saumweite auf 60 cm zusammengerüscht.
Die Ärmelvolants sind aus einer Spitze, die ich auf dem Stoffmarkt gefunden habe, aber von der ich mir nur 1m leisten konnte/wollte. Leider ist 1m einfach zu wenig für meine Projekte, da kam mir die Bogenkante gerade recht.
Bei der Front habe mich gegen Knöpfe und für Haken und Ösenbvand entschieden. Mir gefiel die Vorstellung nicht, den Satin senkrecht mit Knöpfen zu unterbrechen (japp, muss noch gebügelt werden), daher kam nur auf den oberstoff ein silberner Knopf, den ich ohnehin als Einzelstück herumfliegen hatte.
Das Kleid ist sauschwer und völlig unhistorisch, aber ich mag es so gern und freu mich sehr aufs erste Mal ausführen. Fehlt nur noch die Gelegenheit.

Sonntag, 17. Januar 2016

Es muss auch Misserfolge geben

Normalerweise poste ich den Müll, den ich fabriziere ja nicht unbedingt. Aber ich bin so gefrustet, dass ich es in die Welt hinausschreien möchte.
Der ein oder andere erinnert sich vielleicht, dass ich ein Glitzerkitschkleid angekündigt hatte. Nunja, es wird nicht kommen.
Denn irgendwie mag es einfach nichts werden. 
Es steht da und glitzert. Mehr kann es aber absolut nicht. Es sieht sowohl mit Reifrock als auch mit Tüllrock mehr als dümmlich aus und egal, welche Deko ich versuche, nichts fügt sich rund in das Bild auch. Wie auch, wenn das Bild an sich schon schräg ist.
Die Drapierung des oberen Rockes mag auch nicht sitzen...wenn ich denn mal eine gefunden hätte, die nach etwas ausgesehen hätte. 
Alleine das Oberteil wurde schon zur Qual, weil ich eben KEINE Bertha wollte. Aber irgendwie sieht alles andere miserabel aus. Es lässt sich auch nicht mit mehr Stoffarten spielen, denn es passen einfach keine mehr. Keine Spitze sieht gut aus...einfach gar nichts.
Also wird das ganze morgen auseinandergenommen, die Röcke sind ja zum Glück nur Rechtecke, die kann man noch gebrauchen. Der Rest ist für die Tonne.
Vielleicht kommt auch die Motivation wieder, wenn dieses Monstrum nicht mehr die ganze Zeit vorwurfsvoll in der Ecke steht.

Montag, 20. April 2015

Mal wieder ganz klassisch

Es ist soweit. Nach einer Menge Zweifeln, Fluchen, meditativen Zigarettenpausen, Fortschmeißen und Wiederholen ist der letzte Stich am Kleid fertig.

Seit fest steht, dass Bienchen mit nach Leipzig kommt, hatte er den Wunsch einen Tag im Partnerlook zu gehen. Er "hätte da diesen wundervollen Stoff und schon eine Idee" Warum auch nicht. Also hat er entworfen und ich durfte umsetzen. Seinen Part nähen wir zusammen, aber da fehlen noch Hose und Weste. 
Als ich den Entwurf gesehen habe, musste ich erst einmal schlucken. Auf dem Bild war einer meiner Erzfeinde zu sehen. Ein hoher Stehkragen. Seit Jahren habe ich immer wieder einen versucht und bin immer wieder gescheitert. Aber wenn der Designer malt, dann muss man ja auch umsetzen. Und schließlich ist der Kragen ein elementares Stück am Kleid.
Der Grundstoff ist auf seinen Wunsch hin Taft, der Farbtupfer eine uralte ehemals mintgrüne Brokatgardine. Nach dem Schwarzfärben wurde aus dem Grün eine bordeauxstichige Pflaume. Leider habe ich den Ton absolut nicht einfangen können.
Der Rock war schnell aus einem 5 Meter langen Streifen zusammengenäht. Das Oberteil ist ein ziemlich umgewandelter Truly Victorian Schnitt ( TV405 - 1872 Vest Basque ). Der Faltenwurf liegt auch diesmal an der Puppe. An mir sitzt es deutlich besser.
Der Kragen besteht aus zwei Lagen Brokat, Hutdraht und einer Lage Steifleinen. Stehen wollte er trotzdem nicht. Egal, was wir versucht haben, meine Kleider scheinen den Gesetzen der Physik einfach nicht Folge leisten zu wollen. 

Also habe ich noch einen Flachstahlstab zwischen die Lagen gezwängt, der so lang ist, dass er den Kragen vom Rücken her stützt. Den Tunnel, in dem der Stab sitzt, habe ich an der Nahtzugabe der Rückennaht noch befestigt, damit er beim Anziehen nicht stört.
Die Schleppe ist mit Druckknöpfen am Ausschnitt befestigt, so dass sie auch abgenommen werden kann. Denn bei schlechtem Wetter oder großen Menschenmengen sind Schleppen erfahrungsgemäß keine gute Idee. 
Ich muss auch sagen, dass mir das Kleid ohne Schleppe besser gefällt, aber der Designer ist hier Meister. So ist sie zumindest vorhanden, ob sie getragen wird, wird sich dann noch herausstellen.
Das Oberteil wird mit einem verdeckten Haken-und Ösenverschluss geschlossen. (ein großer Dank geht hier an Russandol aus dem NuS-Forum, die die Verarbeitung so wundervoll detailliert dort gezeigt hat)
Ich bin froh, dass das Kleid tatsächlich aussieht wie der Entwurf.
Allerdings war es so umfangreich, dass ich das Kleid auf dem Hof fotografieren musste, weil es unmöglich in die Küche vor die Bettlaken gepasst hätte.

Mittwoch, 4. März 2015

Franglaise ohne Schmetterlinge

Ich war im Februar nicht ganz untätig, aber fertig geworden ist leider gar nichts.
Dafür habe ich heute die letzten Stiche an der neuen Franglaise gemacht. Der Schnitt war wieder eine Mischung aus Francaise und Anglaise. Ich mag den Schnitt der Anglaise am Rücken lieber, finde aber den Unterbau der Anglaise viel schöner.
Das Kleid ist aus Seidenbrokat und -taft. Himmlische Stoffe, was Haptik und Optik betrifft, aber sie sind die Hölle beim Verarbeiten. Zumindest der Brokat, der Taft war da pflegeleichter. Bei ersterem habe ich mit dem Markieren und Aufzeichnen auch so meine Probleme gehabt, darum spannt er nicht so fest über dem Futter, wie ich es gern hätte. Auch mein allererster verdeckter Hakenverschluss ist jetzt leider keine Profiqualität geworden.
Nachdem dann auch die Deko nicht wie geplant funktioniert hat, wurde ich immer gefrusteter. Aber man möchte die schönen Stoffe ja nicht wegwerfen, also habe ich sie zu Ende gebracht. Das Kleid soll auch noch nach wie vor mit zum WGT, nun halt ohne Schmetterlinge und Blumen.
Egal, wie ich beides verteilt habe, es störte in meinen Augen immer die Form des Kleides oder ließ es völlig untergehen.
Daher habe ich mich für einen Gürtel mit Kokarde entschieden (und wenigstens auf den Gürtel kamen Blumen. Ha!) und bin mit dem Ergebnis doch noch recht zufrieden gewesen.

Der Anhänger am Halsband ist von einer Kette aus Frankreich. Das Bild ist einfach zu passend :)

Fazit: Es ist kein Meisterstück, aber gut genug zum Ausführen.

Montag, 3. November 2014

Summertime

Nun denn, der erste Post im frisch geschlüpften Blog.
Die meisten Posts sind importiert, ein paar andere sind nachträglich hinzugefügt. So hat der geneigte Leser keine Langeweile mit nur einem Eintrag.
Wie schon angekündigt, werde ich hier nicht auf chronologische Exaktheit und auch nicht auf Vollständigkeit aller jemals von einer meiner Nadeln berührten Dinge achten, denn das endete im "Stich-um-Stich" schon nicht gut.
Das Design wird in den nächsten Tagen noch umgestellt, sobald mein herzallerliebstes Schwesterlein mit der Grafik hinterhergekommen ist.

Derzeit drücke ich mich erfolgreich vor dem geplanten Wintermantel. Ich trau mich einfach nicht an die Stoffe, aus Angst, das Ganze wieder zu versauen.
Daher ist das geplante Sommerkleid fertig.
Großes, angesabbertes und begehrtes Vorbild ist dabei die Chemiese a la Neisella. Ich liebe dieses Kleid und sollte sie es je verkaufen wollen, wird es in meinen Kleiderschrank wandern müssen...MÜSSEN *g*
Da ich unbedingt auch so etwas Zauberhaftes haben wollte, besorgte ich mir also Stoffe und Schnittmuster und stellte nach dem 3. Versuch immer noch fest, dass ich in einer Chemise a la reine aussehe wie ein Marshmallowmännchen nach einer Freßkur.
Aber ein Sommerkleid musste trotzdem her, die Temperaturen waren dieses Jahr ja kaum auszuhalten, also habe ich mir das Butterick-Elfenkleidschnittmuster geschnappt und ein wenig daran herumgeschraubt, die Ärmel ersetzt, auf die Schleppe verzichtet und einen anderen Gürtel entworfen und siehe da. Es sitzt wie angegossen. Viel besser als eine Chemise und bequem ist es obendrein.
Auf den Gürtel, der mit Klettband geschlossen wird, habe ich zwei verschiedene Motive gestickt, so dass ich sie einmal in silber und einmal in Grün tragen kann.
Das Kleid selbst ist aus leichtem Futterstoff unf Chiffon. Am Kragen habe ich eine filigrane Spitze aufgenäht, sonst wäre es mir einfach zu schlicht geworden.


An der Puppe sitzt es leider etwas schief. Der Futterstoff hakt immer am Überzug der Schneiderpuppe fest, so dass ein richtiges Hinzuppeln einfach unmöglich ist.

Donnerstag, 15. März 2012

Silberner Kleidertraum

Da ich im Moment quasi gar nicht nähe, dachte ich mir, ich kann zumindest ein paar Dinge nachtragen. Da fällt mir ja immer mal etwas in die Hände.
Hier ist meine allererste Robe a la Francaise. Und neben der nicht mehr existenten Fledderfrancaise auch die einzige, die ich jemals genäht habe. Was allerdings daran liegt, dass ich den Anglaiseschnitt einfach lieber mag.
Die Francaise ist aus silbernem Brokat und Kettsatin gemacht. Mittlerweile recht häufig getragen und zum Verkauf angeboten. Ich mag sie gern, aber sie ist mir aufgrund der Stoffwahl einfach zu hell mittlerweile.
Der Stecker ist mit jeder Menge Steinchen beklebt und tatsächlich ist mir in 5 Jahren kein einziger abgefallen. Wenn ich jetzt noch wüsste, welchen Klebstoff ich damals benutzt habe. Klassisch historisch wird der Stecker mit Stecknadeln an den Seiten des Überkleides angebracht. Ein Hoch auf die Schnürbrust darunter, die allzu schmerzhaftes Befestigen verhindert.
Dazu gab es noch ein schlichtes Rüschenhalsband und einen Dreispitz. Damals noch nach der Minimethode und mit Spangen im Haar zu befestigen.

Samstag, 21. Februar 2009

Flower Power

Nachträglicher Eintrag, gefunden in meinem ältesten Blog irgendwo auf der Festplatte:

So, die 204 Blumen sind fertig aufgenäht, das Korsett noch einmal überarbeitet und die kleine Handtasche ist auch fertig geworden.

Ich präsentiere: Die Blumenwiese *gg*
Satin und irgendein nichtindentifizierter Stretchstoff. Schulterfreies Oberteil nach eigenem Improviesierten Schnitt und ein einfacher Bahnenrock mit Satinrüsche. Dazu Handtasche mit Köper Innenfutter, sowie Hals und Armband aus dem Kleiderstoff. Darunter wird der Tüllrock getragen. Jetzt kann ich feiern gehen